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Theater

19 Vorstellungen in 14 Stunden ausverkauft

So schnell ging es noch nie: Innerhalb von 14 Stunden waren die meisten Karten für das neue Stück der Theaterfreunde Affalterbach weg – ganz ohne Werbung. Die Komödie „Der mit dem King tanzt“ lebt von den Charakteren.

Der Vorsitzende Alfred Leiensetter (links) spielt den Hotelbesitzer Alwis.Foto: Oliver Bürkle
Der Vorsitzende Alfred Leiensetter (links) spielt den Hotelbesitzer Alwis. Foto: Oliver Bürkle

Affalterbach. „Wir suchen immer nach Stücken, die unserer Altersstruktur entsprechen, zudem sollte das Stück Niveau haben, aber doch Komödie sein, was die Suche nicht einfacher macht“, sagt der Vorsitzende Alfred Leiensetter. Fündig geworden ist er dieses Mal bei einem kleinen Verlag im Hohenlohischen. Im Rahmen eines Wettbewerbs für Elvis-Imitatoren treffen die unterschiedlichsten Personen in der Hotelhalle aufeinander: Alwis, der Hotelbesitzer und Showmann, sein Kumpel, eher ein Schlamper, eine Psychologin mit Sprachfehler und Alkoholproblemen, eine verrückte Ökotante. Außerdem schleichen sich noch zwei Kriminelle ein.

Die Proben liefen erstaunlich gut, berichtet Leiensetter. Eigentlich gebe es bei jedem Stück einen Hänger, wo gar nichts mehr vorangehe, dieses Mal laufe alles recht rund. Einzig an den Tanzschritten feile das Ensemble noch. 19 Vorstellungen stehen auf dem Spielplan, bis auf einzelne Restkarten sind die Theaterfreunde ausgebucht. Von den Zuschauerzahlen könnte man also mehr Vorstellungen füllen, „aber das können wir nicht mehr schultern“, sagt Leiensetter. Schließlich übernimmt der Verein auch die Bewirtung der Dorfbühne in Eigenregie. Und das soll so bleiben. „Das macht die Sache ehrlich und authentisch“, glaubt Leiensetter und sieht dies auch als ein Puzzleteil des Erfolgs. In erster Linie überzeuge man durch gute Leistung. Als Leiensetter den Vorsitz übernommen hatte, war es sein Ziel, das Niveau der bekannten Mäulesmühle zu erreichen. „Daran arbeiten wir kontinuierlich und ich behaupte, wir haben ein hohes Level.“ Die disziplinierte Probenarbeit zahle sich aus. Auch beim Bühnenbild werde auf jedes Detail geachtet. Bis alle Requisiten 100-prozentig passen, kann es Monate dauern. Auch das Catering müsse stimmen. „Wenn der Kartoffelsalat nicht top ist, kommen die Leute nicht mehr.“ Als letzten Erfolgsfaktor nennt Leiensetter „unsere kleine, knuffige, gemütliche Dorfbühne“. Deshalb käme es den Theaterfreunden nie in den Sinn, das Gebäude zu vergrößern. Die Zuschauer in der ersten Reihe sitzen direkt an der Bühne, es gebe keinen Orchestergraben, den man erst überspielen müsse. „Bei uns kann der Funke sofort überspringen.“

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