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Brand im Schießtal

200 Tonnen Abfall in Flammen

Meterhohe Flammen, dichte, schwarze Rauch- wolken, die kilometerweit zu sehen waren und neckar- aufwärts zogen, erschreckten am Samstagvormittag viele Bewohner des Landkreises. Auslöser war ein Brand in einem Recyclingbetrieb im Gewerbegebiet Schießtal.

Kilometerweit waren die Rauchwolken sichtbar, die über dem Recyclingwerk standen. Bei den Löscharbeiten informierte sich die Feuerwehr mit Hilfe von Livebildern aus Drohnen über den effizientesten Einsatz.Fotos: Holm Wolschendorf
Kilometerweit waren die Rauchwolken sichtbar, die über dem Recyclingwerk standen. Bei den Löscharbeiten informierte sich die Feuerwehr mit Hilfe von Livebildern aus Drohnen über den effizientesten Einsatz. Foto: Holm Wolschendorf
Großaufgebot der Feuerwehren: Im Einsatz waren 90 Wehrleute aus Remseck, Ludwigsburg und Walheim.
Großaufgebot der Feuerwehren: Im Einsatz waren 90 Wehrleute aus Remseck, Ludwigsburg und Walheim.
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Remseck. Nach Auskunft der Feuerwehr war am Samstag gegen 10.30 Uhr auf dem Hof der Firma ein Haufen mir rund 200 Tonnen Gewerbeabfall in Brand geraten. Polizei und Feuerwehr gehen davon aus, dass es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt.

Noch steht die Brandursache nicht fest, Ingo Schiek jedoch kann ein Muster erkennen. Der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Remseck, war als Einsatzleiter vor Ort: „Die Brandursache ist meistens die gleiche und das Problem ist, dass man nie weiß, was bei den Gewerbeabfällen alles dabei ist.“ Zum Beispiel könne sich ein Airbag im Abfall befinden, der beim Schreddern platzt oder eine Dose Lack. Das sei jedoch kein Vorwurf an die Recyclingfirma, die im Ruf stehe, sehr sorgfältig zu arbeiten.

Ein solcher Abfallhaufen stehe sehr schnell in Flammen und entwickle dabei eine enorme Hitze, erklärt Schiek, die mit viel Wasser herunter gekühlt werden muss. Mit einem Bagger wurde der Haufen dann umgesetzt, damit er schneller abkühlt.

Um das Löschwasser genau und effizient platzieren zu können, war die Drohnengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Walheim im Einsatz. Ingo Schiek: „Jede Feuerwehr hat eine Spezialität, die Walheimer zum Beispiel verfügen über Drohnen. So kann man aufgrund der Livebilder sehen, wo genau die richtigen Stellen sind zum Löschen.“

Wegen des heftigen Qualms hatte die Remsecker Wehr auch die Messtruppe und den Fachberater Chemie der Ludwigsburger Feuerwehr angefordert. Die Messungen hätten aber keine Überschreitungen der Grenzwerte gegeben, so Schiek. Bürger hatten befürchtet, die Dämpfe könnten giftig sein. Zur Information der Bürger hatte die Feuerwehr Rundfunkdurchsagen veranlasst. Auch die Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundes hatte ihre Nutzer informiert.

Zum Glück hatten die Flammen nicht auf das Gebäude der Firma übergegriffen. Nach bisherigen Informationen ist eine Art Schredder zerstört worden, der den Gewerbeabfall vor dem Sortieren zerkleinert; dessen Wert schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.

Gegen 16.30 Uhr war der Brand gelöscht. Im Einsatz waren die Feuerwehren Ludwigsburg, Remseck und Walheim mit insgesamt 22 Fahrzeugen und 90 Wehrleuten, die Polizei mit vier Einsatzfahrzeugen und acht Mann.

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