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Großprojekt

A81: Sperrung des Engelbergtunnels für Software-Update

Vor Start der dritten Bauphase von Sanierung sind in der Nacht auf 26. Juni technische Arbeiten nötig

Seit April 2021 wird eine Spur in Richtung Süden auf der Gegenfahrbahn in der Oströhre (links) geführt. Archivfoto: Andreas Becker
Seit April 2021 wird eine Spur in Richtung Süden auf der Gegenfahrbahn in der Oströhre (links) geführt. Archivfoto: Andreas Becker

Gerlingen/Leonberg. Seit September 2019 läuft die Hauptarbeit für die großangelegte Sanierung des Engelbergtunnels, seit April 2021 auch sichtbar für die Verkehrsteilnehmer auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Feuerbach und dem Leonberger Dreieck, wenngleich sich große Behinderungen bislang im Rahmen gehalten haben. Doch an diesem Wochenende muss in einer Nacht der Tunnel ganz gesperrt werden. Denn in der Zeit von Samstag, 23 Uhr, auf Sonntagfrüh, 5 Uhr, erhält die Sicherheits- und Betriebstechnik ein Software-Update. Damit einher geht die Abschaltung der gesamten Steuerung wie Brandmeldeanlage, Beleuchtung, Ventilatoren und Sicherheitskameras – und ohne die ist ein Betrieb nicht möglich, teilt die zuständige Autobahn GmbH mit.

Die Umleitung ist ausgeschildert und erfolgt in Richtung Heilbronn über die U1 ab der A8-Anschlussstelle Leonberg-West und in Richtung München/Karlsruhe über die U18 ab der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach. Die Routen führen wie schon bei früheren nächteweisen Sperrungen über die B295 durch Ditzingen und Leonberg – insbesondere dort hatte es sich innerorts vor den Ampeln am Leo-Center und der Steigung oftmals gestaut.

Weiterhin tagsüber 4+2-Spurführung

Eine kleine Änderung gibt es danach bei der Verkehrsführung durch den Tunnel. Denn mit dem Start der dritten Bauphase (von insgesamt sieben) am 1. Juli werden die Spuren in der Weströhre von der linken an die rechte Seite gelegt. Für den darin fließenden Verkehr in Fahrtrichtung Süden ändert sich aber nichts: Tagsüber bleiben zwei Spuren bestehen, die ganz linke Spur wird vor dem Tunnelportal auf die Gegenfahrbahn in der Oströhre umgeleitet, wo es dann insgesamt vier gibt. Nachts steht dann nur noch diese übergeleitete Spur zur Verfügung, damit in der Weströhre ohne den Verkehr gearbeitet werden kann.

Nach Abschluss der Sanierung haben beide Röhren auf etwa 170 bis 180 Metern Länge eine zusätzliche Innenschale erhalten. Diese Verstärkung stabilisiert sie künftig gegen den Gebirgsdruck des quellenden Anhydritgesteins, der im Laufe der Zeit gravierende Schäden verursacht hat. Zudem wurde die Fahrbahndecke von unten her um 50 Zentimeter verstärkt. Die Kosten der Hauptbaumaßnahme belaufen sich auf rund 130 Millionen Euro – daran hätten auch die Verzögerungen zum Start durch Corona und fehlerhafte Stahlbauteile aus der Ukraine nichts geändert. Ebenso liege man derzeit im neuen, bis Mai 2025 datierten Zeitplan, teilt die Autobahn GmbH auf Anfrage weiter mit.

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