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Hilfsprojekt

Acht Millionen Bäume für Brasilien

Brasilien verzeichnet laut Global Forest Watch jährlich einen Verlust von 2,64 Millionen Hektar Wald. Das entspricht alle acht Sekunden einer Fläche in der Größe eines Fußballfeldes. Um ihren Teil zur Wieder-aufforstung der gerodeten Wälder beizutragen, haben jetzt sieben Personen aus ganz Deutschland den Verein Asoopro gegründet.

Ein Plantagenmitarbeiter pflanzt Eukalyptusbäume. Foto: privat
Ein Plantagenmitarbeiter pflanzt Eukalyptusbäume. Foto: privat

Freiberg. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte im April. Daher steckt Asoopro mit seiner Arbeit und seinen Projekten noch in den Kinderschuhen, sagt Melanie Wilde, die sich im Verein unter anderem um die Öffentlichkeitsarbeit und den Social-Media-Bereich kümmert. Das Ziel des Zusammenschlusses umschreibt sie treffend mit einem Satz: „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, etwas für den Klimaschutz zu tun.“ Asoopro ist eine Abkürzung und steht für Association of Social World Projects.

Die sieben Gründungsmitglieder – eines wohnt in Freiberg, ein anderes in Ludwigsburg – kennen sich schon lange. Einige davon haben bereits Projekte im Bereich Klimaschutz umgesetzt. Weil zwei Mitglieder privat gern nach Brasilien reisen, fanden einige der Projekte dort statt. „Dann kam die Idee auf, uns um die Wiederaufforstung der Wälder dort zu kümmern“, sagt Melanie Wilde. Sie sei erstaunt darüber gewesen, wie viele Millionen Hektar Wald jährlich von der Erdoberfläche verschwinden. Alleine Brasilien verzeichne einen Verlust von 2,64 Millionen Hektar Wald pro Jahr. „Das heißt, dass das klimaschädliche CO dort nicht mehr gebunden werden kann und die Bäume keinen Sauerstoff mehr zum Atmen spenden können.“ Sehr schlimm, wenn man bedenke, dass ein einzelner Baum Sauerstoff für zehn Menschen bereithalte.

Das Ziel von Asoopro ist daher sehr engagiert: Acht Millionen Bäume sollen mithilfe des Vereins auf einer Fläche von 3200 Hektar in der Region Natal im Nordosten Brasiliens gepflanzt werden. Diese würden so viel Sauerstoff herstellen, wie die Bevölkerung von Deutschland pro Tag benötigt. „Wir sehen mit unserer Arbeit eine realistische Chance, etwas gegen den Klimawandel zu tun“, bekräftigt Melanie Wilde. #Trees4Planet heißt das Projekt, mit dem auf einer Plantage eines dorthin ausgewanderten deutschen Forstwirts zehn unterschiedliche Eukalyptusbaumarten gepflanzt werden sollen. Der Plantage ist laut Melanie Wilde auch eine Baumschule angeschlossen. Das Klima vor Ort mit einer ganzjährig hohen Luftfeuchte sei optimal für ein überdurchschnittlich hohes Baumwachstum.

Spenden und Baumpatenschaften

Um das Projekt finanzieren zu können, benötigt der Verein Geld. Das wird einerseits über Spenden und andererseits über Baumpatenschaften eingenommen. Eine solche kostet für eine Laufzeit von 15 Jahren einmalig 22,50 Euro. Damit werden das Pflanzen eines Setzlings und die Pflege des Baums während des gesamten Zeitraums bezahlt. Die eingenommenen Spendengelder können auch für andere Projekte verwendet werden. Immerhin 400 Baumpatenschaften wurden bereits abgeschlossen. Für jeden gepflanzten Baum erhält der Verein Asoopro eine Rückmeldung mit Fotos. Dann werden den Paten die Baumzertifikate ausgestellt. Eine Überwachung der Baumpflanzungen vor Ort kann derzeit coronabedingt nicht stattfinden, bedauert Melanie Wilde.

Neben dem Wiederaufforstungsprojekt setzt der Verein Asoopro auch auf Aufklärung. So ist beabsichtigt, in Kindergärten und Grundschulen den Kindern zu erzählen, was mit dem Regenwald passiert, wofür er gebraucht wird und welche Funktion die Bäume erfüllen. Bei einem angemessenen zeitlichen Vorlauf, wird dieses Angebot auch im Landkreis Ludwigsburg unterbreitet.

Info: Weitere Informationen zum Verein Asoopro gibt es im Internet unter www.asoopro.de sowie per E-Mail: info@asoopro.de.

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