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SCHULSANIERUNG

Ärger über ungepflegte Fassade

In Gesprächen mit allen fünf Fraktionen des Gemeinderates haben Schulleitung und Elternvertreter der Wilhelm-Keil-Schule um Unterstützung für ihr Anliegen gebeten. Sie wollen, dass die Sanierung der Hauptfassade des Schulgebäudes nicht länger hinausgeschoben wird.

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Vor der maroden Wand steht schon das Bauschild. Wann die Sanierung auf dem Aldinger Schulcampus startet, ist noch unklar.Foto: Oliver Bürkle

REMSECK. Das Thema stand nicht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Technik. Dennoch nahm es am Dienstagabend die meiste Zeit der öffentlichen Sitzung in Anspruch. Grünen-Fraktionschef Karl Burgmaier berichtete vom Besuch einer Abordnung der Aldinger Wilhelm-Keil-Schule (WKS) – und deren dringendem Wunsch, dass die Fassade des Bau A, die Hauptansicht zur Neckarkanalstraße hin, zügig saniert wird. „Die Schulleitung fühlt sich vertröstet“, so Burgmaiers Eindruck. Die Fassade sehe wirklich schrecklich aus, so sein Urteil. Auch FDP-Stadtrat Kai Buschmann hat im Gespräch mit den Schulvertretern wahrgenommen, dass „viel Frust aufgelaufen ist“. Die Fassade sei wahrlich kein Vorzeigeobjekt. „Jeder der vorbeiläuft, denkt, er steht vor einer abbruchreifen Ruine“, setzte SPD-Stadtrat und früherer WKS-Rektor Harald Sommer noch eins drauf. Kurzfristige Maßnahmen hält auch er für nötig.

Dass die WKS dringend saniert werden muss, ist unumstritten. Klar ist auch, dass dies ein kostspieliges Projekt für die Stadt wird. Zwei Untersuchungen hat es bereits gegeben, eine weitere ist gerade in Arbeit. Was am Campus, auf dem auch die Aldinger Grundschule steht, passieren wird, ist noch nicht entschieden. „Es muss sehr viel Geld ausgegeben werden. Das muss gut überlegt sein“, sagte Oberbürgermister Dirk Schönberger. Ein erster Schritt sei der gerade fertiggestellte Erweiterungsbau (siehe nebenstehender Artikel), ergänzte Remsecks Erster Bürgermeister Karl-Heinz-Balzer. Spätestens im Frühjahr stehe der Sanierungsfahrplan. Geld für die Maßnahme sei ab 2019 in der Finanzplanung vorgesehen. Baubürgermeister Karl Velte hält wenig davon, die Außenwand des Bau A jetzt einfach zu streichen. „Das ist keine Sanierung“, mahnte er. Bei den Etatberatungen 2017 habe der Gemeinderat entschieden, die Wand vor der Sanierung nicht streichen zu lassen, erinnerte Balzer. „Vielleicht ist ja ein Kompromiss möglich?“, regte Stadträtin Isabel Eisterhues (Freie Wähler) an. CDU-Fraktionschef Steffen Kirsch würde sich über „kreative Vorschläge der Verwaltung zur Verbesserung der Situation freuen“.

Nach Meinung von Schulleiterin Petra Dorenkamp sollte die Sanierung der Fassade möglichst schnell vorgezogen werden. „Die ist kein Aushängeschild – weder für die Schule noch für Remseck“, sagte sie gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Sie werde von Eltern sehr oft auf den ungepflegten Anblick angesprochen. Die Fraktionsbesuche will Petra Dorenkamp als ein Wachrütteln verstanden wissen. Bereits im Januar 2016 habe sie darum gebeten, dass die Fassade gerichtet wird. Jetzt fällt ihr das Warten langsam schwer.