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Feuerwehr-Neubau

Albverein: Landschaftsbild im Kirbachtal wäre zerstört

Der Schwäbische Albverein ist gegen den Standort eines neues Feuerwehrhauses mitten im Kirbachtal. Er spricht von einer Zerstörung des Landschaftsbildes und plädiert für einen Neubau beim Spielberger Bahnhöfle.

Der Gemeinderat hat sich auf einen Standort gegenüber der Aussiedlerhöfe (Acker im Vordergrund) festgelegt. Der Schwäbische Albverein schlägt unterdessen einen Standort nahe des Spielberger Bahnhöfles vor. (Ganz rechts am Hang).oto: Alfred Drossel
Der Gemeinderat hat sich auf einen Standort gegenüber der Aussiedlerhöfe (Acker im Vordergrund) festgelegt. Der Schwäbische Albverein schlägt unterdessen einen Standort nahe des Spielberger Bahnhöfles vor. (Ganz rechts am Hang).oto: Alfred Drossel

sachsenheim. Die Absicht der Stadt Sachsenheim, im Kirbachtal ein zentrales Feuerwehrhaus für die jetzigen Abteilungen Hohenhaslach, Spielberg und Ochsenbach zu bauen, hat den Albverein aufgeschreckt. In einer Erklärung des Naturschutzvereins hat dessen Sprecher, Werner Breckle, den Schutz des idyllischen Tals in den Vordergrund gestellt.

Mit großer Überraschung habe der Stromberggau im Albverein erfahren, dass sich der Gemeinderat – wie berichtet – für eine gemeinsame Feuerwache von Ochsenbach, Spielberg und Hohenhaslach quasi mitten im Kirbachtal ausgesprochen habe, heißt es in der Erklärung. Der vorgesehene Standort zwischen Bromberger Mühle und der Landesstraße L.1110 gegenüber dem Hühnerhof sei weit einsehbar von allen Seiten, betont Breckle. „Der Schwäbische Albverein sieht dies als schwerwiegenden Eingriff in Natur und Landschaft des Kirbachtales, der einer Zerstörung des Landschaftsbildes entspricht“, unterstreicht Breckle.

Das betroffene Gebiet liege innerhalb von vier bedeutenden Schutzgebieten: dem FFH-Gebiet Stromberg, dem Vogelschutzgebiet Stromberg, dem Landschaftsschutzgebiet Kirbachtal und dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Der Schwäbische Albverein könne am vorgenannten Standort keinerlei Verträglichkeit mit den Zielen der Schutzgebiete erkennen.

Weniger störend sei aus Sicht des Albvereins ein Standort links der Landesstraße aus Richtung Hohenhaslach gesehen, nach dem Abzweig nach Spielberg nahe des sogenannten Spielberger Bahnhöfles. Hierbei könnte die Baufläche für die Feuerwache etwas in den dortigen Hang gelegt und damit das Bauwerk besser kaschiert werden, heißt es in der Erklärung des Albvereins.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Sachsenheimer Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie für den neuen Feuerwehrstandort im Kirbachtal zur Kenntnis genommen und einstimmig dem Standort gegenüber dem Hühnerhof und entlang der L.1110 zugestimmt.

Die Verwaltung wurde mit Einleitung und Abwicklung des Verfahrens zur Architektenfindung beauftragt. Außerdem wurde die Verwaltung mit der Vorbereitung und Entwicklung des Bebauungsplanverfahrens sowie der Aufnahme der Grundstücksverhandlungen mit dem Land beauftragt. Den Plänen nach sollen ab 2023 die Feuerwehrabteilungen Ochsenbach, Spielberg und Hohenhaslach als eine Einheit von dem neuen Feuerwehrhaus ausrücken. Als Kosten werden 4,45 Millionen Euro genannt.

Nach jahrelanger Diskussion will die Stadt das Problem lösen. „Machen wir das nicht rasch, werden uns die bestehenden Feuerwehrhäuser unter der Hand verfaulen“, hatte Fachbereichsleiter Stefan Trunzer festgestellt. Der desolate Gebäudezustand beschleunigte die Idee, das neue Feuerwehrhaus zu bauen. Die Stadt hat Voruntersuchungen zur FFH–Verträglichkeit eingeleitet sowie erste Gespräche mit dem Land geführt. Architektonische Ansichten von dem neuen Gebäude gibt es bislang nicht. Im Gemeinderat waren sich alle einig, dass es sich um ein sensibles Vorhaben handelt.

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