Logo

Am Bahnhof Bietigheim-Bissingen wird die Fassade erneuert

Auch Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes wird saniert – Neue Bahnsteige und neue Aufzüge kosteten Stadt 1,2 Millionen Euro

Auch das Bahnhofsgebäude soll modernisiert werden. Foto: Alfred Drossel
Auch das Bahnhofsgebäude soll modernisiert werden. Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Das Land hatte große Pläne. In den Jahren 2009 bis 2018 sollten 68 Bahnhöfe modernisiert werden. Dazu tat man sich mit der Bahn zusammen und stellte einen Betrag von insgesamt 117 Millionen Euro zur Verfügung. Einen Teil des Geldes sollten die Kommunen selbst beisteuern. Die Stadt Bietigheim-Bissingen war ebenfalls bei dem Unterfangen mit dabei. In der vergangenen Sitzung des Gemeinderats wurde die Abrechnung vorgelegt. Gleichzeitig wurde bekannt, dass bereits die Planungen für weitere Modernisierungsmaßnahmen am Bietigheimer Bahnhof laufen.

Insgesamt kosteten die Arbeiten 6,4 Millionen Euro. Davon übernimmt die Stadt einen Anteil von knapp 1,2 Millionen Euro. An den Baukosten beteiligte man sich mit rund 614000 Euro und der Anteil an den Planungskosten beläuft sich auf 566000 Euro.

Bereits im Jahr 2010 stimmte der Gemeinderat der Modernisierung zu. Das hatte der Bahnhof auch bitter nötig, denn das Gebäude aus dem Beginn der 1960er Jahren drohte zu verkommen. Die Bahnsteige waren nicht angepasst an die modernen Züge, es gab kaum Aufzüge zu den Bahngleisen, was es Menschen im Rollstuhl sehr schwierig machte, von Bietigheim aus auf Reisen zu gehen. Und auch die Unterführung unter den Gleisen, hinüber in die Stuttgarter Straße, ließ sehr zu wünschen übrig.

Zu Beginn war festgelegt worden, dass die Stadt die Planungskosten zu 100 Prozent übernehmen soll und sich mit 15 Prozent an den Baukosten beteiligt. Ursprünglich sollte die Modernisierung für einen Betrag von insgesamt 3,9 Millionen Euro über die Bühne gehen. Der städtische Anteil hätte sich dabei auf 940000 Euro belaufen.

Doch schnell stiegen die Kosten weiter. Die Bahnsteige mussten verlängert werden und der Bau der neuen Aufzüge, hinauf zu den Gleisen, wurde komplizierter als geplant. So kam am Ende der anteilige Betrag von knapp 1,2 Millionen Euro zusammen.

Und es wird schon wieder geplant. Diesmal geht es um das Bahnhofsgebäude und die Außenfassade. Die Bahnhofgaststätte, die Buchhandlung, die Eingangshalle und die darüberliegenden Büros und Wohnungen sind in die Jahre gekommen. Sie müssen saniert werden, gleichzeitig wird über eine neue Nutzung des Gebäudes nachgedacht. Erste Ideen werden allerdings erst im nächsten Jahr vorgestellt.

Autor: