Asperg. Innenminister Thomas Strobl hat neben Asperg vier weiteren Städten und Gemeinden das Führen einer Zusatzbezeichnung genehmigt. „Baden-Württemberg ist ein starkes Land mit starken Kommunen. Als Kommunalminister setze ich mich täglich dafür ein, unsere Kommunen noch ein Stück stärker zu machen. Ein Baustein dabei sind die Zusatzbezeichnungen, die inzwischen mehr als 130 Gemeinden und Ortsteile im Land führen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident, Innen- und Kommunalminister Thomas Strobl am Mittwoch in Stuttgart. Im Landkreis Ludwigsburg sind dies beispielsweise die Ganerbenstadt Bönnigheim, die Schillerstadt Marbach sowie die Schäferlaufstadt Markgröningen.
Das spricht für Asperg als Keltenstadt
Der Hohenasperg diente schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit als Fliehburg und keltischer Fürstensitz. Er soll ein überregionales Machtzentrum der Kelten gewesen sein. Belege dafür sind die Vielzahl der rund um den Hohenasperg entdeckten Fürstengräber, zum Beispiel auf dem Kleinaspergle oder im Wohngebiet Grafenbühl.

Die Funde aus beiden Gräbern sind im Landesmuseum Württemberg ausgestellt. Der Bau der Festung Hohenasperg ab 1535 vernichtete allerdings so gut wie alle Zeugnisse der 2.500 Jahre alten Kelten-Kultur. Der 34 Kilometer lange Keltenweg bis in den Ditzinger Stadtteil Hirschlanden führt an den Keltenstätten Hohenasperg und Kleinaspergle vorbei.
Weitere Kommunen mit Zusatzbezeichnungen
Neben Asperg darf sich die Gemeinde Angelbachtal (Rhein-Neckar-Kreis) „Heckergemeinde“ nennen, die Gemeinde Asselfingen (Alb-Donau-Kreis) erhält den Titel „Heimat des Löwenmenschen“, der Ortsteil Wallbach der Stadt Bad Säckingen (Landkreis Waldshut) ist offiziell „Flößerdorf“ und die Stadt Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) erhält die Zusatzbezeichnung „Fechterstadt“
Mehrheit im Gemeinderat im September 2025 erreicht
Eine Zusatzbezeichnung kann über einen Gemeinderatsbeschluss mit qualifizierter Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen aller Mitglieder beantragt werden. Dieses Quorum soll sicherstellen, dass sich der Wunsch der Gemeinde auf ein breites demokratisches Fundament und damit auch auf entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung stützt, so der Innenminister.
Der Asperger Gemeinderat hatte Ende September 2025 mehrheitlich dafür gestimmt, dass die Stadt offiziell einen Antrag stellt, Keltenstadt zu werden. Im Jahr 2023 wurde dafür die Mehrheit im Gemeinderat verfehlt. (red)

