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Auch regionale Partner sollen von der Schlossklinik in Freudental profitieren

Umbau des Freudentaler Schlosses liegt im Zeitplan – Mitarbeitersuche in der Region – Warten auf Baugenehmigungen für Patientenunterkünfte und Saunahaus

An der Südseite des Schlosses wird gerade viel Erde bewegt. Hier sollen demnächst die Neubauten entstehen: zwei Patientenunterkünfte und ein Saunahaus. Fotos: Alfred Drossel
An der Südseite des Schlosses wird gerade viel Erde bewegt. Hier sollen demnächst die Neubauten entstehen: zwei Patientenunterkünfte und ein Saunahaus. Foto: Alfred Drossel
Auch die Remise ist bereits saniert.
Auch die Remise ist bereits saniert.

Freudental. Die Umbauarbeiten am Freudentaler Schloss zu einer Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie laufen auf Hochtouren. Von außen sind die Veränderungen bereits gut sichtbar, viel Erde wird bewegt, überall auf dem Gelände arbeiten Bagger. Aber auch im Inneren gehen Umbau und Sanierung weiter. Anfang März soll die Klinik bezugsfertig sein, dann ziehen auch die ersten Patienten ein (wir berichteten mehrfach). Aktuell liege man im Zeitplan, teilen die Libermenta Kliniken mit, die die Einrichtung in Freudental betreiben.

„Bis in den Januar finden Umbauten statt, wobei vieles bereits abgeschlossen ist – Leitungen im Außenbereich etwa oder die Verlegung des Glasfaserkabels“, erläutert Karin Mainusch von Libermenta auf Nachfrage. Auch die Ausstattung der Innenräume habe bereits begonnen. Ebenso laufe die Akquise der Mitarbeitenden weiter, insbesondere im Bereich der Sporttherapie gebe es noch offene Stellen. Insgesamt werden zwischen 130 und 150 Mitarbeitende im Schloss beschäftigt sein. Wo immer möglich, sollen diese aus der Region kommen.

Für Neubauten fehlt noch die Baugenehmigung

Der wichtigste Posten auf der ärztlichen Leitungsebene ist bereits besetzt: Professor Dr. Isa Sammet wird als Klinikdirektorin und Chefärztin fungieren. Die Diplom-Psychologin ist Fachärztin für Psychiatrie sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Zuvor war sie Chefärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Fachpsychotherapie im Klinikum Christophsbad in Göppingen. Auch die Stelle ihres Stellvertreters ist vergeben.

So schnell wie möglich sollen die Arbeiten an den drei Neubauten auf dem Schlossgelände beginnen – vorgesehen sind zwei Patientenunterkünfte und ein Saunahaus. Diese entstehen zwischen dem Südflügel des Schlosses und der Bietigheimer Straße. Dazu fehlt allerdings noch die Baugenehmigung des Landratsamtes. Sobald diese eintrifft, werde mit dem Bau begonnen, sagt Karin Mainusch. Die Fertigstellung ist erst Ende des Jahres geplant. „Die Klinikeröffnung ist davon aber keineswegs bedroht, da die Kapazitäten, die durch die neuen Patientenunterkünfte geschaffen werden, eingangs ohnehin nicht benötigt werden. Denn die Klinik wird nach und nach hochgefahren.“ Ursprünglich vorgesehen war die Sauna übrigens im Schlossgarten, doch das lehnten Gemeinde und Denkmalamt ab: Im Park darf nicht neu gebaut werden.

Interessant auch für Leistungssportler

Bis zu 83 Patienten können später im Haupthaus untergebracht werden, die Nebengebäude und die Orangerie beherbergen die Therapieräume. Es ist eine stationäre Unterbringung genauso möglich wie die Therapie in der Tagesklinik, also ohne Übernachtungen. Auch zum Konzept und zur künftigen Ausrichtung der Privatklinik gibt Karin Mainusch Auskunft: Neben der Psychotherapie liege der Fokus auf den Bereichen Sport, Natur und Ernährung. Das gelte für alle Standorte der Libermenta Kliniken. „In Freudental spielt zudem die Musiktherapie eine wichtige Rolle.“ Und welche Klientel wird künftig in die Stromberggemeinde kommen? „Grundsätzlich richtet sich das gesamte Angebot an alle Menschen mit seelischem Leidensdruck. Durch das ganzheitliche Angebot im Bereich der Sporttherapie ist das sicherlich auch für die Zielgruppe der Hochleistungssportler sehr spannend“, sagt Karin Mainusch. Wo immer möglich, arbeite man zudem mit lokalen oder regionalen Partnern zusammen. Davon profitieren solle auch das Gewerbe in der Region – von der Apotheke bis zum Lebensmittellieferanten.

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