Logo

AKTIONSTAG

Baustelle kann besichtigt werden

Wegen der Eröffnung der Remstal-Gartenschau am vergangenen Wochenende wird der bundesweit am 11. Mai gefeierte Tag der Städtebauförderung in Remseck erst am kommenden Samstag begangen.

350_0900_22474_05_04_19Wolschendorf_20.jpg

REMSECK. In diesem Jahr beteiligt sich Remseck bereits zum dritten Mal mit einer Veranstaltung am Tag der Städtebauförderung, der eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag sowie Deutschem Städte- und Gemeindebund ist. Am Samstag, 18. Mai, um 11 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, die Veranstaltung auf der Baustelle des inzwischen weit fortgeschrittenen Bauprojektes in der Neuen Mitte beim Rathaus Neckarrems, Fellbacher Straße 2, zu besuchen.

Der Aktionstag beginnt um 11 Uhr mit der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dirk Schönberger und Bürgermeisterin Birgit Priebe. Anhand von Übersichtsplänen, verschiedenen Bildaufnahmen zur zeitlichen Abfolge der Bauphasen und einem Modell können sich die Besucher ausschließlich an diesem Tag über das neue Gebäudeensemble, bestehend aus Rathaus, Stadthalle und Kubus, informieren und an einer Baustellenführung teilnehmen. Zudem werden an der Baustelle Fragen zur Planung und Ausführung von Fachleuten beantwortet.

Mit der Städtebauförderung unterstützen Bund und Länder die Städte und Gemeinden seit dem Jahr 1971. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen zu je einem Drittel durch Bund, Länder und Kommunen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen für die Kommunen haben die Bundesmittel für die Städtebauförderung das Rekordniveau von 790 Millionen Euro jährlich erreicht. Darüber hinaus eröffnet der „Investitionspakt soziale Integration im Quartier“ den Städten und Gemeinden die Möglichkeit, Infrastrukturen wie Bildungseinrichtungen und Stadtteilzentren als Orte der Integration im Quartier zu gestalten. Bis zum Jahr 2020 sind dafür Bundesmittel in Höhe von 200 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen.

Die Stadt Remseck nimmt sich seit 1986 den Ortskernsanierungen an, um die innerörtlichen Bereiche von Aldingen, Neckarrems, Neckargröningen und Hochberg an geeigneter Stelle weiterzuentwickeln. Die Verbesserung von Wohnungsbestand und Neuordnung (Abriss und Neubau) stehen dabei im Mittelpunkt. Beispielhaft hätten bisher durch entsprechende Mitwirkungsbereitschaft der Bevölkerung einerseits und Zielsetzungen der Stadt für den öffentlichen Bereich andererseits beachtliche Ergebnisse erzielt werden können, teilt die Stadtverwaltung mit.

Vor zwei Jahren Bauschild enthüllt

Im neuesten, seit 2013 bestehenden Sanierungsgebiet ist die Schaffung einer Neuen Mitte das Ziel – und zwar an prominenter Stelle. Wo Rems und Neckar zusammenfließen, am sogenannten Hechtkopf, entsteht neben einem neuen Rathaus auch eine Stadthalle mit einem aufgesetzten Gebäudeteil, das Kubus genannt wird. Auch ein zentraler, repräsentativer Platz wird angelegt. Nach einem städtebaulichen Wettbewerb, den notwendigen vorbereitenden Untersuchungen, der Weiterentwicklung der Planung und einem Realisierungswettbewerb mit begleitender Bürgerbeteiligung wurde die Baumaßnahme vorbereitet. Mit der Enthüllung des Bauschildes am Tag der Städtebauförderung im Jahr 2017 wurde das erste sichtbare Zeichen für den Baubeginn gesetzt.

Bei diesen städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen wird die Stadt Remseck von den beauftragten Sanierungsbetreuern, der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH in Stuttgart und der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH in Ludwigsburg, unterstützt. Der Tag der Städtebauförderung bietet allen teilnehmenden Städten und Gemeinden jedes Jahr aufs Neue ein Forum, in dessen Rahmen sie ihre Projekte unter dem Dach eines bundesweiten Formats präsentieren können.

Allein im vergangenen Jahr nahmen laut Pressemitteilung der Stdt Remseck bundesweit rund 500 Kommunen am Tag der Städtebauförderung teil. In über 650 Veranstaltungen hätten dabei rund 100.000 Bürger die Ergebnisse und Erfolge der Städtebauförderung mit ihren verschiedenen Programmen erleben können. (red)