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Bürgermeisterwahl am 14. März

Nachfolger von Patrick Holl wird am Tag der Landtagswahl bestimmt

Patrick Holl. Archivfoto: H. Wolschendorf
Patrick Holl. Foto: H. Wolschendorf

Beilstein. Am 14. März 2021 sollen die Beilsteiner einen neuen Bürgermeister wählen. Zwar haben die Bürger erst vor zwei Jahren Patrick Holl im Amt bestätigt. Doch weil sich dieser wie berichtet beruflich umorientiert, werden sie nun bald wieder an die Wahlurnen gerufen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat das Prozedere festgelegt.

Holl begründete seine Entscheidung, Erster Beigeordneter des Gemeindetags Baden-Württemberg zu werden, noch einmal mit der beruflichen Chance, die sich jetzt biete. Dass er diese nutze, sei daher keine Entscheidung gegen sein Amt als Bürgermeister und gegen Beilstein, sondern lediglich eine Entscheidung für diese neue Aufgabe, die er am 1. März übernehmen wird.

„Mir ist es ein großes Anliegen, die letzten Monate zu nutzen, um die Dinge, die wir in der Pipeline haben, aufs Gleis zu bringen“, sagte Holl. Dabei wolle er jedoch seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin nicht vorgreifen, sondern eine ordentliche Übergabe vorbereiten.

Als erster Schritt hierzu kann die Festsetzung des Wahltags gesehen werden. Bewusst schlug Holl den 14. März vor, an dem auch über den neuen Landtag abgestimmt wird. Damit sei eine hohe Beteiligung zu erwarten, und es müssten nur einmal Wahlhelfer mobilisiert werden. Sollte ein zweiter Wahlgang nötig werden, wird dieser am 11. April stattfinden. Ausschreiben will man die Stelle am 27. November, um potenziellen Kandidaten ausreichend Gelegenheit zu geben, ihre Unterlagen abzugeben. Enden soll die Bewerbungsfrist am 16. Februar.

Oliver Kämpf, Fraktionssprecher der Bürgerliste, kritisierte die Terminierung. Sowohl die Zeit zwischen dem ersten und einem eventuellen zweiten Wahlgang war ihm zu lang als auch die Bewerbungsfrist insgesamt. Es stelle sich die Frage, ob man die Stadt zwischen den Wahlgängen vier Wochen lang „in einer gewissen Laufruhe“ halten müsse, und die fünf Monate Bewerbungsfrist seien eine „sehr lange Zeit, die man mit Wasserstandsmeldungen verbringt“. Wegen der Osterfeiertage sei ein Abstand von drei Wochen nicht möglich und lediglich zwei Wochen seien „zu sportlich“, um alles organisieren zu können, erklärte Hauptamtsleiterin Irina Baumbusch. An der frühen Stellenausschreibung hielt die Ratsmehrheit fest.

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