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Bürgermeisterwahl in Beilstein - Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab

Bürgermeisterwahl: Georg Kobiela und Barbara Schoenfeld gehen als Favoriten in die Entscheidung

Legt man das Ergebnis des ersten Wahlgangs zugrunde, so gibt es am Sonntag einen Zweikampf zwischen den Kandidaten Georg Kobiela und Barbara Schoenfeld. Archivfotos: privat
Legt man das Ergebnis des ersten Wahlgangs zugrunde, so gibt es am Sonntag einen Zweikampf zwischen den Kandidaten Georg Kobiela und Barbara Schoenfeld. Foto: privat
Legt man das Ergebnis des ersten Wahlgangs zugrunde, so gibt es am Sonntag einen Zweikampf zwischen den Kandidaten Georg Kobiela und Barbara Schoenfeld. Archivfotos: privat
Legt man das Ergebnis des ersten Wahlgangs zugrunde, so gibt es am Sonntag einen Zweikampf zwischen den Kandidaten Georg Kobiela und Barbara Schoenfeld. Foto: privat

Beilstein. Der Countdown läuft: Am Sonntag geht die Bürgermeisterwahl in Beilstein in die entscheidende Runde. Diese wird voraussichtlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Georg Kobiela und Barbara Schoenfeld. Die beiden sind aus dem ersten Wahlgang als die Bestplatzierten hervorgegangen: Kobiela holte 46,8 Prozent der Stimmen, Schoenfeld 31,4. Damit lag Kobiela nicht weit von der absoluten Mehrheit entfernt. Doch Schoenfeld könnte aufholen: Nachdem Gottfried Göbbel seine Kandidatur zurückgezogen hat, werden die Karten neu gemischt.

15,6 Prozent der Wähler machten am 14. März ihr Kreuz hinter dem Namen von Gottfried Göbbel. Ob und wen sie nun wählen, wird mit ausschlaggebend sein. Zwar tritt auch der Dauerkandidat Samuel Speitelsbach nicht mehr an. Aber sein Stimmenanteil betrug lediglich 0,4Prozent. Ebenso gering fiel das Ergebnis für Ulrich Raisch aus. Der 60-jährige Musikpädagoge, der sich zum 57. Mal um ein Bürgermeisteramt bewirbt, hält an seiner Kandidatur trotzdem fest. Dies tut auch Bernd Mischiok, für den 3,7 Prozent der Wähler stimmten. Der 44-jährige Beilsteiner rechnet sich nach eigenem Bekunden keine Siegchancen aus. Doch es gehe nicht um seine Person, sondern um die Ideen und Themen für seine Heimatstadt. Um sie publik zu machen, nütze er den Wahlkampf.

Derweil buhlen Schoenfeld und Kobiela nach Kräften um jede Stimme. Dazu verfolge sie ihre Strategie der Haustürgespräche weiter – natürlich mit Abstand, sagt Barbara Schoenfeld. Angesichts dessen, dass sie vor rund vier Monaten als völlig Unbekannte nach Beilstein gekommen sei und dennoch mehr als 1000 Stimmen auf sich vereinen konnte, habe sich diese Form des Wahlkampfs bewährt, meint die Frankfurter Schulamtsdirektorin. Für den Wahlkampf bezog die 60-Jährige einen Zweitwohnsitz in Oberstenfeld und nahm Urlaub.

Gespräche an Haustüren führte auch Georg Kobiela in den vergangenen vier Wochen, während er seine Flyer verteilte. Zudem lud er zu digitalen Stadtgesprächen ein, bot Telefon- und E-Mail-Kontakt an, unternahm Spaziergänge mit interessierten Bürgern und war mit Infoständen präsent. Wie Schoenfeld freut er sich über den großen Zuspruch, den er von den Beilsteinern erhalte. Sein Vorteil: Als gebürtiger Beilsteiner, dessen Eltern nach wie vor in der Stadt leben und dessen Mutter Stadträtin ist, besaß er von Anfang an einen gewissen Bekanntheitsgrad und kennt die Themen.

Sollte er Bürgermeister werden, habe er bereits für sein erstes Jahr zehn Prioritäten für sich gesetzt, sagt Kobiela. Ganz oben stünden mehr Beteiligungsangebote, etwa indem ein Jugendgemeinderat und ein Teilortrat eingerichtet würden. Des Weiteren wolle er den Breitbandausbau in den Teilorten und den Schulen aktiv begleiten. Das Neubaugebiet müsse zeitnah umgesetzt werden, um Beilstein „überhaupt finanzielle Spielräume wieder zu eröffnen“. Gemeinsam mit Gemeinderat, Jugendgemeinderat, Teilortrat und Kulturverein möchte der 39-Jährige Begegnungsorte schaffen und Spielplätze sanieren. Zudem wolle er für vieles erst einmal Konzepte entwickeln, etwa für die Sanierung des Hallenbads oder für ein klimaneutrales Beilstein, so der Physiker.

Derweil hat sich auch Barbara Schoenfeld in Beilsteiner Themen eingearbeitet und ein Prospekt mit ihren Schwerpunkten erstellt. Eines der Themen sei die schon lange ersehnte Umgehungsstraße. „2025 bewertet das Verkehrsministerium seinen Maßnahmenplan neu. Dafür möchte ich einen gut begründeten, fundierten Antrag stellen, so dass die Umgehungsstraße aufgenommen wird.“ Zudem wolle sie sich der Betreuungssituation in den Kitas annehmen und durch einen frühzeitigen Dialog mit den Eltern den Bedarf klären.

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