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Bunte Warnung vor dem „toten Winkel“ am Lastwagen

Fahrzeuge des städtischen Bauhofes und der Gärtnerei tragen jetzt einen Aufkleber - Verkehrssicherheit soll erhöht werden

Der Oberbürgermeister selbst hat die Aufkleber an den Lastwagen des Fuhrparks angebracht.Foto: Alfred Drossel
Der Oberbürgermeister selbst hat die Aufkleber an den Lastwagen des Fuhrparks angebracht. Foto: Alfred Drossel

bietigheim-bissingen. Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad-und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden Württemberg (AGFK-BW) hat gemeinsam mit der Landesverkehrswacht einen Aufkleber entwickelt, der Radfahrer auf die Risiken des toten Winkels aufmerksam macht. Jetzt haben die Lastwagen des städtischen Bauhofes diesen Aufkleber bekommen, stets in der Hoffnung, dass die Bauhof-Fahrer nie in eine solche Situation geraten.

Durch die Verwendung der Aufkleber solle die Sicherheit im Straßenverkehr in Bietigheim-Bissingen weiter erhöht werden, unterstreicht Oberbürgermeister Jürgen Kessing, der einen der Aufkleber symbolisch selbste aufbrachte. Mit bunten Farben wird dabei auf die Gefahrensituation aufmerksam gemacht.

Unfälle, die durch das Rechtsabbiegen von Fahrzeugen im Straßenverkehr geschehen, zählen zu den folgenschwersten Unfällen für Radfahrer. Genau hier will der Tote-Winkel-Aufkleber ansetzen. Der Aufkleber wird am Heck größerer Fahrzeuge angebracht, um die Aufmerksamkeit von Radfahrern zu erlangen.

Die Bildsprache sensibilisiert die Radler für die Gefahren des toten Winkels und erhöht damit ihre eigene Sicherheit beim Fahrradfahren, so die Idee.

Der sogenannte „tote Winkel“, der Bereich also, in dem Fahrzeuglenker trotz technisch hoch entwickelter Rücken- und Seitenspiegel nur eingeschränkt Einblick haben, ist daher ein wichtiges Thema. Oft werden die Radfahrer trotzdem von den Lasterfahrern übersehen. So kommt es zu schweren Unfällen.

Besonders häufig betroffen sind Schulkinder, die aufgrund ihrer geringen Körpergröße und ihres noch nicht voll entwickelten Gefahrenbewusstseins eine besonders gefährdete Gruppe der Verkehrsteilnehmer bilden.

Um öffentlichkeitswirksam mehr Bewusstsein für die Problemlage zu schaffen, haben die in der AGFK zusammengefassten Kommunen und die Landesverkehrswacht den bunten Aufkleber geschaffen. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert die Maßnahme.

„Die Fahrer der städtischen Fahrzeuge werden für ihre Fahrten im Stadtgebiet speziell geschult“, betont die Leiterin des Bauhofes, Roswitha Ott. Lastwagen haben, und das ist Vorschrift, beim Rückwärtsfahren einen lauten Piepser. Auch dies soll das Gefahrenpotenzial beim Rangieren verringern.

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