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Digitaler Spender liefert viele Hinweise

Verwaltung kann auf einem Onlineportal prüfen, ob Hundekottüten fehlen oder der Mülleimer voll ist

Einer der drei digitalen Hundekottütenspender in Pleidelsheim – inklusive Solarpanel. Foto: privat
Einer der drei digitalen Hundekottütenspender in Pleidelsheim – inklusive Solarpanel. Foto: privat

Pleidelsheim. Darauf hat die Welt und speziell Pleidelsheim gewartet: auf den digitalen Hundekottütenspender. Die in der Neckargemeinde ansässige Syna, eine Tochter des regionalen Energieversorgungs- und Energiedienstleistungsunternehmens Süwag, hat die Spender vor kurzem an drei Stellen im Ort aufgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Denn schließlich gehöre für Hundebesitzer neben regelmäßigen Spaziergängen auch das Entfernen der Hinterlassenschaft ihrer vierbeinigen Begleiter zum Alltag dazu. Dafür wird dann eine entsprechende Tüte benötigt, die dann in einen Mülleimer geworfen werden kann. Das Besondere an den digitalen Hundekottütenspendern in Pleidelsheim sei, dass sie über Sensoren festhalten, wie viele Tüten noch im Vorrat sind und ob der Mülleimer voll ist oder noch nicht. Auf diese Weise könne die Kommune über ein Onlineportal prüfen, ob Tütenspender aufgefüllt oder Mülleimer geleert werden müssten. Bei der Gemeinde kommt der digitale Helfer gut an. „Das ist eine prima Idee“, heißt es aus dem Umweltamt. Auch die Handhabung des Onlineportals sei einfach, die Verwaltungsmitarbeiter müssten sich nur einloggen und erfahren dann, wo Mülleimer geleert oder Tüten nachgefüllt werden müssen. Die drei digitalen Tütenspender stehen an der Hundewiese am Großbottwarer Weg, der Hundewiese am Ruhbronnweg und am Feldweg an der Bachgartenstraße. „Zukünftig ist es dann möglich, die Routen zum Leeren der Abfallbehälter zu optimieren und nur die Mülleimer anzufahren, die tatsächlich geleert werden müssen. Durch die so eingesparten Fahrten wird weniger CO ausgestoßen, was zusätzlich einen positiven Beitrag zum Umweltschutz darstellt“, so die Syna. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Schließlich sind nur drei der insgesamt 24 Behälter digital. Bei den übrigen muss ein geschulter Blick der Mitarbeiter genügen, um den Füllstand von Eimer und Spender zu ergründen. Derzeit werde routinemäßig vor dem Wochenende jeder Mülleimer geleert, heißt es aus dem Pleidelsheimer Umweltamt.

Die Energie erhalten die Sensoren übrigens über ein Solarpanel, das über dem Tütenspender angebracht ist. „Die Einführung der digitalen Tütenspender ist ein erster Schritt in Richtung Smart City“, wird Syna-Kommunalmanagerin Katharina Eckstein in der Pressemitteilung zitiert. (red/in)

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