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Doch Folgen für Tat in Schweiz?

Staatsanwaltschaft will, dass der „Gotthard-Raser“ in Deutschland in Haft kommt

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Gotthard-Tunnel in der Schweiz: Ein Ditzinger setzte hier 2014 zu riskanten Überholmanövern an und brachte andere Autofahrer in Lebensgefahr. Foto: Urs Flueeler/dpa

Ditzingen. Der in der Schweiz verurteilte „Gotthard-Raser“ soll seine Strafe nach dem Willen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft in Deutschland absitzen. „Wir haben beantragt, entsprechend dem Schweizer Urteil eine Freiheitsstrafe von einem Jahr festzusetzen“, sagte der Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch.

Die Schweizer Richter hatten den Mann aus Ditzingen Anfang des Jahres in Abwesenheit zu 30 Monaten Haft verurteilt – davon 18 Monate auf Bewährung. Bereits damals hatte das Justizministerium in der Hauptstadt Bern ein „Ersuchen um Vollstreckung der Freiheitsstrafe“ nach Baden-Württemberg übermittelt (wir berichteten).

Der Mann war 2014 mit Tempo 200 über eine Schweizer Autobahn gebrettert und erst an einer Polizeisperre gestoppt worden. Auf der Autobahn gilt ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern. Im Gotthard-Tunnel hatte er das Leben anderer Verkehrsteilnehmer durch riskante Überholmanöver aufs Spiel gesetzt, wie die Ankläger berichteten. Ob der Mann tatsächlich ins Gefängnis muss, entscheidet das Landgericht voraussichtlich im kommenden Jahr. (lsw)