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Ein großes Kinderhaus mit Panorama-Ausblick

Im Löscher ist der Rohbau für den neuen Kindergarten fast fertig – Kostenrahmen von 5,9 Millionen Euro kann wohl eingehalten werden

Das Team vom Bau: Reiner Schulze, Rebecca Schwaderer und Christine Riegler (rechts) in dem neuen Kinderhaus im Löscher. Fotos: Andreas Becker
Das Team vom Bau: Reiner Schulze, Rebecca Schwaderer und Christine Riegler (rechts) in dem neuen Kinderhaus im Löscher. Foto: Andreas Becker
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Möglingen. Vor der Aussicht haben sich die Verantwortlichen aufgestellt: Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer, Bauamtsleiter Reiner Schulze und Christine Riegler, in Möglingen zuständig für das Kindergartenwesen. Der Blick schweift über den Ort hinweg in Richtung Autobahn und bis zum Wasserturm. Einen solchen Ausblick hat man selten im Ort.

Ob die späteren Nutzer dies auch zu würdigen wissen, ist allerdings ungeklärt. Denn in den Rohbau werden Mitte 2022 die ersten Kindergartenkinder einziehen. In dem neuen Kinderhaus werden rund 100 Kinder in vier Gruppen untergebracht.

„Wir haben in Möglingen einen steigenden Bedarf an Plätzen, gleichzeitig findet ein Generationenwechsel im Löscher statt. Die älteren Menschen geben ihre großen Wohnungen auf und es folgen junge Familien nach. Darauf müssen wir reagieren“, sagt Bürgermeisterin Schwaderer.

Gleichzeitig sei der Löscher ein Gebiet mit einem erhöhten Anteil an Migranten. Hier sei es wichtig, die Familien früh in Fragen der Bildung und Erziehung zu unterstützen. Daher werde in dem Gebäude auch ein Familienzentrum untergebracht. Dieser Bereich kann dann abends als Ortsteilzentrum genutzt werden. Denn in dem Wohngebiet mit rund 3000 Einwohnern gibt es bisher keinen kommunalen Raum, um sich zu versammeln oder den gemeinsamen Hobbys nachzugehen. Die Gemeinde hofft, dass durch dieses Angebot mehr ehrenamtliches Engagement in dem Ortsteil entsteht.

Gegen diese Pläne gab es anfangs Widerstand unter den Anwohnern. Sie befürchteten, dass zu viele Veranstaltungen stattfinden würden und ihre Ruhe dadurch gestört werden könnte. Doch die Bedenken sind inzwischen zerstreut. „Die Räume sind dafür viel zu klein. Wir haben nur 50 Quadratmeter. Hier können sich nur kleine Gruppen treffen“, so die Bürgermeisterin.

Neben den Informationen für Familien und den Veranstaltungen sind in der Silcherstraße die Kinder gleich neben dem Kindergarten Strombergstraße auf zwei Geschossen untergebracht. Mit dieser Einrichtung wird dann später auch eine gemeinsame Außenanlage geteilt. So bleibt den Kindern noch mehr Platz zum Spielen im Freien.

Zu Beginn sollen in der Silcherstraße junge Möglinger im Alter von über drei Jahren untergebracht werden. „So gehen wir in der Regel bei allen Tagesstätten vor. Wie es endgültig aussehen wird, ist noch ungewiss, wir entscheiden das erst im nächsten Jahr“, so Christine Riegler.

Auf zwei Stockwerken werden die Kinder verteilt. Es gibt eine Essensausgabe sowie Ruhe- und Bewegungsräume. Auch das Treppenhaus kann zum Spielen genutzt werden. Das reduzierte Konzept mit Betonwänden, Parkettböden und Holzelementen will Platz für die Gestaltung der kleinen Nutzer lassen.

Das Bauprojekt ist mit einer Summe von 5,9 Millionen Euro veranschlagt. Und es sieht gut aus, dass dieser Preis auch eingehalten werden kann. Die Vergaben der Leistungen waren sogar billiger, bisher konnten knapp 270000 Euro eingespart werden. Aktuell sind 79 Prozent der Arbeiten vergeben.

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