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Eine Stadt mit zwei Ampeldrückern

Grünes Männchen gibt liegendes Signal – Verwaltung: Gesetzliche Vorschriften

Zwei Drücker an einem Überweg im Ellental.Fotos: Alfred Drossel
Zwei Drücker an einem Überweg im Ellental. Foto: Alfred Drossel
Das liegende Männchen an einem Fußgängerüberweg beim Bahnhof.
Das liegende Männchen an einem Fußgängerüberweg beim Bahnhof.

bietigheim-bissingen. Gleich zwei Beobachtungen auf den Straßen der Stadt schaffen es bei Facebook, Aufmerksamkeit zu erlangen. Da ist zu einem ein doppelter Ampeldrücker an einem Fußgängerüberweg an der Schwarzwaldstraße. Und ein grünes Ampelmännchen, das am Bahnhof umgefallen ist, aber dennoch fleißig freien Gang signalisiert.

Im Falle der Doppeldrücker wird neben dem Boulevardblatt mit den großen Buchstaben auch in einer Tageszeitung darüber spekuliert, dass es der Wohlstand der Stadt ermögliche, gleich zwei dieser Drücker zu montieren. Im Übrigen sind es nicht nur zwei, sondern im weiteren Verlauf der Kreuzung zwei weitere Drücker an einem Überweg.

Bauamtsleiter Claus-Dieter Jaisle spricht allerdings nicht von einem Luxusproblem. Wegen der neuen Vorschriften müssten Ampeldrücker für verschiedene Verkehrsgruppen eingerichtet sein: Fußgänger, sehbehinderte Menschen, Rollstuhlfahrer und Radfahrer. Jede dieser Gruppen brauche unterschiedliche Möglichkeiten und bei Rollstuhlfahrern müsse der Drücker ganz anders montiert werden. Diese Anforderungen seien an einem einzigen Mast nicht möglich gewesen, so Jaisle. Deshalb habe man sich entschlossen, einen zweiten Drücker in der Mitte des Überwegs zu montieren. Diese Anordnung habe sich inzwischen schon öfter bewährt.

Was das grüne Ampelmännchen betreffe, so stehe es inzwischen wieder, so Jaisle. Ein Witzbold habe das Glas der Ampel verdreht und ein Foto davon dann ins Internet gestellt.

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