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Enzpark: Rad- und Fußwege sind an der Reihe

Garten- und Landschaftsbauarbeiten für rund 1,5 Millionen Euro vergeben – Nur geringe Resonanz auf die Ausschreibungen

Wenn der Steg über die Enz weitgehend fertig ist, geht es mit dem nächsten Bauabschnitt im Besigheimer Enzpark weiter. Dann werden die Fuß- und Radwege angelegt. Foto: Alfred Drossel
Wenn der Steg über die Enz weitgehend fertig ist, geht es mit dem nächsten Bauabschnitt im Besigheimer Enzpark weiter. Dann werden die Fuß- und Radwege angelegt. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Die Arbeiten im Besigheimer Enzpark kommen gut voran: Das neue Parkhaus steht, ebenso wie der Steg, der über den Fluss führt. Deshalb kann es nun mit den nächsten Abschnitten weitergehen. Die Fuß- und Radwege im Areal werden angelegt, außerdem stehen die Elektroinstallationen an. Die Gesamtkosten dafür liegen bei rund 1,7 Millionen Euro.

300.000 Euro günstiger als gedacht

Mit den Landschaftsbau- und Wegearbeiten beauftragten die Stadträte die Firma Garcke aus Ingersheim zum Preis von rund 1,5 Millionen Euro. Besonders erfreulich: Die Kosten liegen am Ende voraussichtlich etwa 300.000 Euro unter der Kalkulation. Die Arbeiten sollen bereits im Juli beginnen, erläuterte Stadtbaumeister Andreas Janssen im Gemeinderat. Die dafür nötigen Rodungen fanden schon im Winter statt. Hergestellt werden nun beiderseits der Enz die Wege für Fußgänger und Radfahrer. Dazu gehören auch der Anschluss an den Enztalradweg und der Bau des Enzbalkons, der am Ende des Stegs auf der Altstadtseite entsteht. Hier können Radler und Fußgänger künftig verweilen, außerdem ist ein Informationspunkt für Radfahrer geplant.

Parallel laufen die Elektroinstallationen für die Stegbeleuchtung und die Straßenleuchten im Enzpark. Dies übernimmt die Firma Thomas Herbst aus Besigheim für rund 238.000 Euro.

Diskutiert wurde im Gemeinderat über die Ausschreibungen und das Verfahren dazu. Einige Stadträte zeigten sich irritiert darüber, dass für die Arbeiten jeweils nur zwei Angebote eingegangen waren und die vorn liegenden Bieter aus der Wertung genommen werden mussten. Beim Garten- und Landschaftsbau hatte die Firma das Leistungsverzeichnis der öffentlichen Ausschreibung in zwei Positionen verändert. Der Bieter wurde deshalb vom Wettbewerb ausgeschlossen. Auch an den Erstplatzierten bei der Elektroausschreibung durfte die Stadt den Auftrag aufgrund eines Kalkulationsfehlers nicht erteilen. „Das bereitet mir Bauchweh. Es ist schwierig, wenn die vorn liegenden Bieter ausgeschlossen werden“, meinte Dr. Anne Posthoff (BMU). Zumal im Bereich Elektro nun auch noch ein Besigheimer Stadtrat mit seiner Firma zum Zuge komme. Thomas Herbst sitzt für die FDP im Gremium, er war bei der Abstimmung befangen und durfte nicht daran teilnehmen. Im Grunde, so Posthoff, hätten die Stadträte keine Wahl. „Wir bekommen zwei Firmen vorgesetzt und müssen vergeben oder lassen es ganz. Das ist unbefriedigend.“

Arbeiten sollen vor dem Winter fertig sein

Er sei auch ein Freund des Wettbewerbs, bekannte Stadtbaumeister Janssen mit Blick auf die geringe Resonanz auf die Ausschreibungen. Diese Entwicklung habe er aber schon länger beobachtet. „Der Markt ist gesättigt“, kommentierte Ulrich Gerstetter (CDU).

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung erteilten die Stadträte trotzdem die Aufträge. Die Arbeiten sollen, wenn möglich, noch vor dem Winter fertig sein, sagte Janssen. Als Nächstes komme dann der Spielplatz an der Enz an die Reihe.

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