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Film soll auf die Arbeit von fünf Museen im Kreis Ludwigsburg aufmerksam machen

Das Filmteam am Neckar in Walheim. Foto: Stadtmuseum Hornmoldhaus/p
Das Filmteam am Neckar in Walheim. Foto: Stadtmuseum Hornmoldhaus/p
Museen in Walheim, Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Oberriexingen und Mühlacker betreten mit Projekt Neuland – Thema sind die Römer

Walheim/Sachsenheim/ Bietigheim-Bissingen/ Oberriexingen/Mühlacker. Lange waren die Museen in Walheim, Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Oberriexingen und Mühlacker wegen Corona geschlossen. Beschränkte Zutrittsmöglichkeiten und viele Regeln sorgten für einen Rückgang der Besuchszahlen. Nun soll ein Film auf ihre und die Arbeit der Museumspädagogen aufmerksam machen. Für das interkommunale Filmprojekt „Die Römer an Enz, Metter und Neckar“ haben sich die fünf Einrichtungen zusammengetan und damit Neuland betreten. Im August soll der Film fertig sein, dann wird auch ein Begleitbuch erscheinen.

Für Ursula Oswald, Vorsitzende des Walheimer Fördervereins Römerhaus, gibt es dieser Tage viel zu tun. Zum einen bereitet sie die Saisoneröffnung des Museums am 1. April vor, zum anderen begleitet sie Organisation und Dreharbeiten für das Filmprojekt in Walheim. „Ich war von Anfang an begeistert von der Idee“, betont Oswald. Erzählt wird die Geschichte eines römischen Händlers, der von Ort zu Ort zieht. Außerdem stellen die Museumspädagogen in den jeweiligen Museen die Highlights und die Geschichte der Römer vor. Für Walheim wird Ursula Oswald zu sehen sein.

Kurzfilm stellt museumspädagogische Arbeit vor

Zudem wird für jedes Museum ein Kurzfilm gedreht, der die museumspädagogische Arbeit vorstellt und Lust auf einen Besuch machen soll. „Ich erzähle über unsere Führungen, die es für Kinder und Schulklassen gibt, oder Führungen in römischer Mode“, erzählt Ursula Oswald. „Ich habe für den Walheimer Abschnitt die Handlung vorgeschlagen, ausgearbeitet und am Drehbuch mitgearbeitet. Außerdem habe ich mit Unterstützung des Walheimer Theaterles Laienschauspieler gesucht. Es sind auch Schulkinder dabei“, verrät Oswald.

Sie hofft, dass durch den Film auch das Publikum, das nach Walheim kommt, jünger wird. Darum ist außerdem eine kleine Broschüre mit zwei Comicfiguren – einem Römerjungen und einem Keltenmädchen – in Arbeit. Kinder und Familien können von Museum zu Museum gehen, Spannendes zur Geschichte erfahren und bekommen jeweils einen Sticker.

9000 Euro Fördermittel erhalten

Das Land Baden-Württemberg fördert aktuell mit einem Fonds die Museumspädagogik. Das Stadtmuseum Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen hat Fördermittel beantragt und 9000 Euro bewilligt bekommen. Das Heimatmuseum Mühlacker, der Römerkeller Oberriexingen, das Stadtmuseum Sachsenheim, das Hornmoldhaus und das Römerhaus Walheim haben weitere Finanzmittel beigesteuert, so dass das interkommunale Filmprojekt entstehen konnte. Anfang März besichtigte das Kamerateam die Drehorte, im April beginnen die Aufnahmen in den fünf Ortschaften.

Ursula Oswalds Fazit: „Durch Corona haben wir neue Wege für unser Museum entdeckt und mit den Fördermitteln unsere Chance ergriffen.“