Logo

Schmackhaftes

Gut besuchte Weinprobe

Virtuelle Verköstigung mit dem Verein Aufwind – Geld für die Stelle des Jugendreferenten

Besigheim/Lauffen. Mit einer Weinprobe, die per Internet stattgefunden hat, sammelte der Verein Aufwind aus Lauffen Geld für die neu zu schaffende Stelle des Jugendreferenten. Dieser soll in der Gemeinde Lauffen-Neckarwestheim, die zum Kirchenbezirk Besigheim gehört, und im CVJM Lauffen arbeiten und sich um den kirchlichen Nachwuchs kümmern.

Journalist und Weinkenner Holger Gayer präsentierte die Erzeugnisse aller sieben Weinproduzenten aus Lauffen. Vorab konnten sich die Teilnehmer die Weinpakete schicken lassen oder sie persönlich abholen. Ein Vesperteller mit zu den Weinen passenden Leckereien war ebenfalls erhältlich.

Mit der Weinprobe wollen die Organisatoren des Vereins Aufwind nicht nur gegen den „Corona-Blues“ wirken. Sie sammeln damit vor allem Geld, um die Stelle eines Jugendreferenten für die Kirchengemeinde Lauffen-Neckarwestheim im Kirchenbezirk Besigheim zu besetzen. Zudem soll die neu eingestellte Person auch im CVJM Lauffen mitwirken. Obwohl das Event erst um 19Uhr begann, war der virtuelle Raum schon vorher gut gefüllt. Viele der rund 120 Teilnehmer gewährten einen Einblick in ihre Wohnräume. Sie hatten es sich gemütlich gemacht und die Weine standen zur Verkostung bereit. Damit technisch alles reibungslos laufen konnte, gab Hanna Voigt letzte Instruktionen.

Nach der Begrüßung durch Eberhard Hirschmüller, neben Hanna Voigt, Isolde Hartmann und Sandra Platter Organisator des Abends, ging es los. Holger Gayer leitete sachkundig durchs Programm. Den Auftakt machte der Sekt Perlage blanc extra brut von Tobias Hirschmüller. Er lag mehr als 18 Monate in der Flasche und wurde von Hand abgerüttelt. Hirschmüller und seine Frau Wiebke erläuterten das langwierige, aber lohnende Vorgehen, um den Sekt zu erzeugen, der Gayer an einen Champagner erinnerte.

Um das Zwischenmenschliche nicht zu vernachlässigen, band der Moderator die Besucher ein. So fragte er ein Paar aus Westfalen, ob es die sprechenden Personen gut verstehen würde. Aufgrund des abgespeckten Schwäbisch, erwiderte es, sei dies sehr gut möglich. So dürfte das Paar auch Wolfgang Schaaf gut vernommen haben, der seinen Trollinger Rosé trocken vorstellte. Die Klassiker-Traube spielt bei Schaaf eine gewichtige Rolle. Von einem Hektar Terrassenweinbau, den er betreibt, gehört der Traube ein großer Anteil. „Trollinger ist für uns eine sehr wichtige Traube“, erläuterte Schaaf. Den Ausbau im Bereich rosé hat er zielgerichtet betrieben, da bei den Kunden fruchtig und trocken gut ankomme. Als Jurorin für den Rosé wurde Elvira Schaible aus Kirchheim zugeschaltet. Ihr Urteil war sehr positiv. „Mein Mann hat mich schon sehr früh mit Rosé verwöhnt, daher stammt meine Liebe zu ihm.“ Ebenfalls große Qualitäten besitzt der Sauvignac trocken des Weinguts Seybold, bei dem es sich um eine recht neue Rebsorte handelt, vorgestellt von Christian Seybold. Nicht minder bekömmlich ist der Riesling trocken des Weinguts Hirth, präsentiert von Gebhard Steng.

Helmut Heinz, Vorsitzender von Aufwind, stellte das Konzept seines Vereins kurz vor, und verschaffte den Teilnehmern eine Verschnaufpause von der Geschmacksfülle. Ebenfalls zu Wort kam der frühere Leiter der Rebenzüchtung der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg, Dr. Bernd Hill, der sich begeistert von den Weinen zeigte. Und so bewiesen auch der Muscaris trocken des Weinguts Wörthmann, vorgestellt von Manuel Wörthmann, der Sauvignon blanc trocken der Privatkellerei Eberbach Schäfer, präsentiert von Frieder Schäfer, und der Muskateller trocken, Weinwerkstatt der Lauffener Weingärtner, erläutert von Heiko Höllmüller, welche große Rebvielfalt in Lauffen vorherrscht.

Autor: