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Neues Kapitel beginnt
Historische Tankstelle in Asperg: Was aus diesem Kleinod werden könnte

Die Tankstelle aus dem Jahr 1954 soll ein Anziehungspunkt in Asperg werden.
Die Tankstelle aus dem Jahr 1954 soll ein Anziehungspunkt in Asperg werden. Foto: Michael Fuchs (p)
Für die denkmalgeschützte Tankstelle aus dem Jahr 1954 in der Asperger Kernerstraße beginnt ein neues Kapitel. Besitzer Holger Eckert verrät erste Details.

Asperg. Sie ist weit mehr als ein ehemaliger Ort zum Tanken. Die denkmalgeschützte Tankstelle aus dem Jahr 1954 gilt heute als architektonisches Kleinod und prägendes Zeugnis ihrer Zeit. Seit ihrer Stilllegung im Jahr 1988 wartet das markante Bauwerk auf die richtige Perspektive. Nun beginnt ein neues Kapitel, verspricht der neue Besitzer Holger Eckert.

Den sichtbaren Auftakt bildet eine Kunstaktion am Samstag, 13. Juni. Von 8 bis 14 Uhr gestalten Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg aus dem Fachbereich Kunst gemeinsam mit Dr. Thomas Bickelhaupt und dem Ludwigsburger Künstler Tim Scheu den Bauzaun rund um das Gelände.

Interessierte können die Entstehung der Arbeiten live vor Ort verfolgen. Die Aktion steht symbolisch für das, was hier entstehen soll: nicht nur die Sanierung eines besonderen Gebäudes, sondern die behutsame Wiederbelebung eines Ortes mit Geschichte, Charakter und Zukunft, erklärt Holger Eckert, Geschäftsführer der Kälte Eckert GmbH aus Markgröningen.

„Ein echter Anziehungspunkt“

Mit dem Eigentümerwechsel erhalte die Tankstelle erstmals seit Jahrzehnten die Chance auf eine moderne Nutzung. Holger Eckert verbindet mit dem Projekt eine persönliche Vision: „Schon seit vielen Jahren hatte ich den Wunsch, dass dieses einmalige Bauwerk wieder sinnvoll genutzt werden kann. Umso mehr freue ich mich, nun selbst dazu beitragen zu können, diesem besonderen Ort neues Leben einzuhauchen. Die Tankstelle verdient es, ein echter Anziehungspunkt für Menschen zu werden.“

Wie die spätere Nutzung konkret aussehen wird, sei derzeit noch offen. Die Ideen reichen von einem Kultur-Café über gastronomische Angebote bis hin zu einer Galerie oder einer Event-Location. Welche Konzepte letztlich umgesetzt werden können, hänge auch von den denkmalpflegerischen, baulichen und behördlichen Rahmenbedingungen ab.

Bauzaungestaltung als kreativer Impuls

Die Gestaltung des Bauzauns soll laut Eckert bewusst mehr sein als eine Begleiterscheinung der Baustelle. „Sie ist ein erster kreativer Impuls und ein Vorgeschmack auf die Entwicklung eines Ortes, der künftig wieder Menschen zusammenbringen, inspirieren und begeistern soll.“

Die Kunstaktion setze ein sichtbares Zeichen des Aufbruchs – „für die Zukunft einer Architektur-Ikone, die schon bald zu den besonderen Adressen der Region zählen könnte“, hofft Eckert.