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Hoch hinaus: Mit dem Gleitschirm 1800 Meter über dem Stromberg

Grandioser Ausblick über den Landkreis. Foto:privat
Grandioser Ausblick über den Landkreis. Foto: privat

Sachsenheim. Da die Windfahne vom Meßgerät vom Wind verweht worden ist, machten sich zwei Piloten von den Hohenhaslacher Gleitschirmfliegern auf den Weg, sie zu ersetzten. Nach getaner Arbeit, wollten sie sich noch mit einem kleinen Flug belohnen. Leichter Wind aus südöstlicher Richtung und strahlend blauer Himmel, keine Wölkchen war zu sehen – nicht unbedingt die besten Bedingungen für einen langen Flug in Hohenhaslach.

Ohne Wind keine Startplatz- erhöhung und ohne Wolken keine Anzeiger für die Thermik. Die Flieger nennen es Blauthermik und das macht es schwieriger, den Auftrieb zu finden, die die Gleitschirmflieger benötigen, um wie die Greifvögel im Aufwind in die Höhe zu kommen.

Nach dem Start ging es mit den Flügelspitzen nahe an den Wald heran, um möglichst viel von dem wenigen Aufwind mitzunehmen. Den Blick immer auch nach unten zu den Weinstöcken gerichtet, damit man den Zeitpunkt abzudrehen nicht verpasst.

Mit sehr viel Geduld, Können und Flügelspitzengefühl ging es Zentimeter für Zentimeter bis hoch zum Waldrand. Oben auf Baumwipfelhöhe angekommen zeigte das Variometer, das ist ein Messgerät, das die Steig- und Sinkrate der Umgebungsluft anzeigt, überraschend aufsteigende Thermik an. Mit 3,5 Metern pro Sekunde ging es aufwärts. Schnell hatten die Flieger eine Höhe von 1796 Meter über dem Stromberg erreicht.

„Was für ein Ausblick!“, kommentierten die beiden Piloten. Sie konnten ihr Glück kaum fassen! So hoch hinaus über den Teufelsberg zu kommen, das war unglaublich. Bedingt durch den wolkenlosen Himmel konnte man eine fantastische Fernsicht genießen. Das ist der Traum eines jeden Piloten, seine Heimat von so weit oben zu genießen. Mit dieser großen Höhe machten sich die beiden Piloten auf den Weg zu einem 1,5 Stunden langen Rundflug. Es ging über den Stromberg, hinüber zum Beiselsberg, nach Sersheim und über Sachsenheim wieder zurück nach Hohenhaslach zum Landeplatz. (red)