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Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar
Im „Judenhaus“: Das Mini-KZ mitten in Freudental

Das Freudentaler „Judenhaus“ heute.
Das Freudentaler „Judenhaus“ heute. Foto: Ramona Theiss
Judenhäuser – das waren kleine Ghettos inmitten von Wohnorten, Mini-KZs mit Gartenzaun statt Stacheldraht, bewacht nicht von der SS, sondern „vom wachsamen Auge der gesamten Bevölkerung“, wie es ihr „Erfinder“ Reinhard Heydrich ausdrückte: In den letzten Monaten vor ihrer Deportation wurden die deutschen Jüdinnen und Juden, denen die Flucht aus Hitlers Reich nicht mehr gelungen war, zwangsweise in solche „Judenhäuser“ eingewiesen. Auch in Freudental: 1935 hatten dort noch 49 jüdische Einwohner in 15 Häusern gelebt, am 1. Dezember 1941 waren sechs übrig geblieben – alle in der Strombergstraße11, unweit der Synagoge.