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Freizeit

Im Wellarium hofft man auf Öffnung am 1. Mai

Eisbaden liegt voll im Trend und die vergangenen Tage wäre das locker im Wellarium möglich gewesen. Am Montag stand Schwimmmeisterin Katrin Schulze sogar noch auf der Eisschicht im Sportbecken. Sie hofft auf eine Öffnung am 1. Mai.

Julia Csikos und Maria Mendes kümmern sich derzeit um die Beete.,
Julia Csikos und Maria Mendes kümmern sich derzeit um die Beete., Foto: Ramona Theiss
Die Becken sind noch mit Wasser beziehungsweise im Moment mit Eis gefüllt.Fotos: Ramona Theiss
Die Becken sind noch mit Wasser beziehungsweise im Moment mit Eis gefüllt. Foto: Ramona Theiss

Steinheim/Oberstenfeld. „Warum bleibt das Wasser im Becken?“ will ein älteres Paar wissen, das die offenen Tore nutzt, um einen kleinen Rundgang durchs Bad zu machen. Ab Oktober bleiben die Becken gefüllt, die Ränder werden mit Eisdruckpolstern gesäumt. So wird verhindert, dass es zu Frostschäden an den Fliesen und den Beckenrändern kommt, ein paar springen natürlich trotzdem, weshalb der Fliesenleger jedes Jahr vor Saisonbeginn kommen muss. Sobald es keinen Nachtfrost mehr gibt, werden die Becken mit Wasser gefüllt.

Derzeit ist das Freibadpersonal dabei, Spieren, Fingersträucher und Gräser in den Beeten zu schneiden und das Laub aufzulesen. Dieses Jahr war es nicht ganz so viel, da alle Bäume ihr Laub früh verloren haben und wir schon im Herbst viel aufgelesen haben. Einzig die Eiche ist etwas später dran“, sagt Katrin Schulze. Die drei Reinigungsgeräte sind vom Kundendienst zurück, so dass danach der Frühjahrsputz beginnen kann. Beginn ist immer an der Rutsche. Da diese vergangenes Jahr wegen der Coronabestimmungen gesperrt war, war sie nicht ganz so dreckig, so dass sie bereits im Herbst gereinigt wurde und jetzt nur mit Wasser abgespritzt werden muss. In den Becken muss aber mit Reinigungsmittel gearbeitet werden. Allein im Kinderbecken dauert das rund eineinhalb Tage. Außerdem wartet Schulze noch auf die Bauarbeiter. Der Bereich vor dem Kiosk wird neu gepflastert, es werden neue Lampen, Sonnenschirme und neues Mobiliar aufgestellt sowie eine Pergola mit Weinranken eingerichtet. Auch der Fahrradabstellplatz wird neu gemacht.

Katrin Schulze und ihr Team hoffen, dass das Freibad regulär am 1. Mai öffnen kann, wahrscheinlich unter Coronabedingungen. „Eine normale Saison wäre mir natürlich lieber“, betont Schulze. Da macht sich aber auch der Vorsitzende des Gemeindeverwaltungsverbandes Steinheim-Murr, der Murrer Bürgermeister Torsten Bartzsch, wenig Illusionen. „Ich denke, wir werden wie vergangenes Jahr eine Höchstzahl von 1000 Besuchern haben und entsprechende Hygienevorschriften“, sagt er. An eine Erhöhung der Besucherzahlen glaubt er eher nicht. Es sollen wieder zwei Schichten angeboten werden, eventuell an einzelnen Tagen auch Frühschwimmen. Eine Verlängerung der Badezeit am Abend, also länger als 19 Uhr, sieht Bartzsch nicht. Wegen der Preisgestaltung sollten die Zeitfenster ähnlich lang sein. Die Preise sollen nicht erhöht werden, die Steinheimer und Murrer Gemeinderäte seien sich einig, das Freibad öffnen zu wollen und den Fehlbetrag durch fehlende Einnahmen aus den Gemeindekassen zu tragen. Der Abmangel sei auch vergangenes Jahr nicht ganz so groß ausgefallen wie befürchtet. Er lag mit rund 700000 Euro um 200000 Euro höher als sonst. Da man vergangenes Jahr aber erst im Juni öffnen habe können und es nun schon, soweit es die Corona-Verordnungen des Landes zulassen, im Mai losgehen soll, ist Bartzsch auch wegen des Fehlbetrags optimistisch. Das weitere Vorgehen soll im März der Verband beschließen.

Das Oberstenfelder Freibad blieb vergangenes Jahr nach größeren Diskussionen zu, dieses Jahr soll zum 1. Mai geöffnet werden. „Wir erarbeiten gerade ein Konzept, wie wir öffnen können unter Coronabedingungen“, so der Verbandsvorsitzende Markus Kleemann. Ins Wasser dürfen in Oberstenfeld nach der Verordnung vom vergangenen Jahr 325 Menschen, ins Freibad natürlich entsprechend mehr. Ein Kassensystem ist bereits beauftragt, so dass Karten online gebucht werden können. Es sollen aber auch Karten im Freibad direkt gekauft werden können. Im Freibad wird jedenfalls schon gearbeitet, so werden zum Beispiel die Rutschen und die Sitzstufen am Nichtschwimmerbecken saniert werden.

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