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In Oberstenfeld wütet „das schlimmste Unwetter seit Jahrzehnten“

Das Gewitter, das sich am Donnerstagabend mit voller Wucht über dem oberen Bottwartal entladen hat, hinterlässt hohe Schäden. Die Aufräumarbeiten dauern an.

Autos stecken in den Wassermassen fest und müssen mit Traktoren herausgezogen werden. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat
Autos stecken in den Wassermassen fest und müssen mit Traktoren herausgezogen werden. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Oberstenfeld. Am Morgen nach „dem schlimmsten Unwetter, das uns in den letzten 50 Jahren erwischt hat“, steckt Oberstenfelds Bürgermeister Markus Kleemann der Schock noch in den Knochen. Über der kleinen Gemeinde im oberen Bottwartal entlud sich am Donnerstagabend ein Unwetter mit Hagel und Starkregen; ein Blitzschlag setzte in Gronau einen Dachstuhl in Brand. „Wir waren voll in dieser Zelle drin“, so Kleemann; im nur eineinhalb Kilometer entfernten Beilstein habe es sehr viel weniger geregnet.

Der Bürgermeister war noch im Rathaus, als sich gegen 19.30 Uhr der Himmel verdunkelte. Dem Starkregen folgten große Hagelkörner, „dann schossen riesige braune Wassermassen in die Ortsmitte. Vor allem über die Forststraße kam Schlamm, der von den Feldern oberhalb heruntergespült wurde.“

Schnelle Hilfe aus den Nachbargemeinden

Die Feuerwehr rückte sehr schnell aus, „unsere Kräfte mussten sich dann aufteilen im Kampf gegen das Wasser und für den Einsatz in Gronau“, berichtet Kleemann, der äußerst dankbar dafür ist, dass aus den Nachbargemeinden schnell Hilfe vor Ort war: „Die Feuerwehren aus Beilstein, Marbach und Benningen haben uns unterstützt, Großbottwar war da, bis sie eigene Einsätze hatten, Bietigheim-Bissingen hat uns mit einer extrem starken Pumpe geholfen. Sonst hätte es viel länger gedauert, eine private Tiefgarage im Nußbaumweg freizubekommen.“ In dieser Tiefgarage war zunächst eine eingeschlossene Person befürchtet worden, das hatte sich aber nicht bestätigt.

Zahlreiche Keller laufen voll

Ohnehin sind nach bisherigem Kenntnisstand keine Menschen zu Schaden gekommen, die Schäden, die Wasser und Schlamm an einigen Häusern hinterlassen haben, sind aber nach Einschätzung des Bürgermeisters enorm. Vor allem in der Forststraße und der Großbottwarer Straße, aber auch in den Gassen unterhalb des Gasthofs Ochsen haben sich Wasser- und Schlammmassen gestaut, sind Keller voll gelaufen.

Auch in der Lichtenbergschule stand das Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch, ins Bürgerhaus hat es hineingeregnet. „Aber auch die Hausmeister waren sofort vor Ort und haben wie die Mitarbeiter des Bauhofs geholfen, Schlimmeres zu verhindern“, so Kleemann.

Diese Aufahmen hat unser Fotograf Andreas Becker am Donnerstag in Bietigheim gemacht: https://youtube.com/shorts/PNkr2V8NnTQ?feature=share

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