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Info-Hotline für Corona-Impfungen geht über die Feiertage ans Netz

Bundeswehrsoldaten proben mit medizinischen Personal die Abläufe in einem Berliner Corona-Impfzentrum. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Bundeswehrsoldaten proben mit medizinischen Personal die Abläufe in einem Berliner Corona-Impfzentrum. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Kreis Ludwigsburg. Ab kommendem Sonntag sollen die ersten Corona-Impfungen bei Senioren in Altersheimen vorgenommen werden. In den Wochen darauf sollen dann auch die großen Impfzentren im Land ihren Betrieb für die Öffentlichkeit aufnehmen, eines davon in Stuttgart. Impfen geht nur mit Termin. Diese werden über die Hotline 116117, die gleichnamige App, oder über www.116117.de vergeben. Die Terminvergabe soll laut dem baden-württembergischen Sozialministerium gegen Ende des Jahres, vermutlich am 29. Dezember, starten. Über die Feiertage könne man sich dort bereits Informationen zur Impfung einholen.

„Impftermine kriegt man noch keine, da im Moment in den Zentralen Impfzentren erst die Technik für die Terminvergabe installiert wird“, so ein Sprecher des Ministeriums. Die Hotline wird in den kommenden Tage ans Netz gehen. Es sei davon abhängig, ob die Technik an Heiligabend schon funktioniere. Spätestens aber ab dem ersten Weihnachtsfeiertag wird sie zunächst für Informationen schon verfügbar sein. Zudem ist zu beachten, dass man sich in Baden-Württemberg selbst um einen Termin kümmern muss.

Für die ersten Impfungen am 27. Dezember werden 10000 Impfdosen landesweit bereitstehen. Danach sollen zunächst 87750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden. Wie diese auf die Impfzentren im Land verteilt werden, möchte man seitens des Sozialministeriums nicht preisgeben. „Es werden am Sonntag mobile Einsatzteams in die umliegenden Altersheime gehen und dort impfen“, sagt der Sprecher. Diese Teams sind an die örtlichen Impfzentren angeschlossen. Die ersten Tage sollen dazu dienen, dass sich die Prozesse einspielen können. „Es geht schließlich Sicherheit vor Schnelligkeit.“

Sobald die Terminvergabe gestartet ist, könne man dann schon für die Zentralen Impfzentren (ZIZ), etwa das in Stuttgart, einen Termin vereinbaren. Man sei aber nicht an das nächstgelegene ZIZ gebunden. „Alle baden-württembergischen Bürger, können bei jedem ZIZ im Südwesten einen Termin vereinbaren.“ Das Impfzentrum in Ludwigsburg wird, wie alle Kreis Impfzentren (KIZ), erst ab dem 15. Januar in Betrieb gehen. Termine für die KIZ bekomme man vermutlich ab der ersten Januarhälfte. „Das ist davon abhängig, wie weit der Aufbau der KIZ dann jeweils fortgeschritten sein wird.“ Die Termine für die KIZ werden auch auf den oben genannten Kanälen vergeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, bis zum Sommer allen Bürgern in Deutschland ein „Impfangebot“ machen zu können – sofern weitere Präparate eine Zulassung erhalten. Neben dem Biontech-Impfstoff spielt auch das Mittel von Moderna eine Rolle, über dessen Zulassung die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bis zum 6. Januar entscheiden will. Für beide Impfstoffe sind dem Gesundheitsministerium zufolge insgesamt 136,3 Millionen Dosen sicher, die nahezu alle 2021 geliefert werden könnten. Mit je zwei nötigen Dosen ließen sich so rechnerisch 68,2 Millionen Bürger impfen – bei 83 Millionen Einwohnern in Deutschland.

Die Bereitschaft der Bürger sich impfen zu lassen ist zuletzt jedoch auf 49 Prozent gesunken. Bei der regelmäßigen Umfrage der Universität Erfurt hatten sich Mitte April noch 79 Prozent der Befragten (eher) bereit gezeigt, sich impfen zu lassen, sobald die Möglichkeit dazu bestünde. (fb/dpa)

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