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Krankenhäuser klagen über hohe Verluste

Coronapandemie kostet Klinikholding Ludwigsburg-Bietigheim bislang drei Millionen Euro

Klinikum Ludwigsburg. Foto: privat
Klinikum Ludwigsburg. Foto: privat

Ludwigsburg. Weil sie Betten für Coronapatienten frei halten müssen, klagen Kliniken im Südwesten über Einnahmeausfälle. Die Krankenhausgesellschaft berichtete gestern von Häusern, die ihre Rechnungen nicht mehr begleichen könnten. Auch die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim hat die Pandemie bisher bis zu drei Millionen Euro gekostet. „Das wird sich nun fortschreiben“, sagte Kliniken-Chef Jörg Martin. In welchem Umfang, sei noch nicht absehbar. Die Liquidität des kommunalen Krankenhausträgers sei aber nicht gefährdet. Die Bundesregierung hat angekündigt, Pauschalen für frei gehaltene Kapazitäten zu zahlen. Davon profitieren auch Ludwigsburg und Bietigheim, wo es eine Notfallversorgung gibt. Dies gilt nicht für die Orthopädische Klinik Markgröningen. Deshalb könne sie auch nicht heruntergefahren werden, um Personal in andere Häuser abordnen zu können, sagte Martin. „Dabei haben wir aktuell mehr mit Corona zu tun als im Frühjahr!“ Die Kliniken in Ludwigsburg und Bietigheim könnten ihr Normalprogramm deshalb nur noch zu 75 Prozent erfüllen. (pro)

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