Kreis Ludwigsburg. Schon gewusst, dass an diesem Samstag dem Kreis Ludwigsburg ein besonders starker Gräser- und Roggenpollenflug bevorsteht? Wer Allergiker ist, sollte den Gang ins Freie heute lieber vermeiden: Tränende Augen, Husten und Schnupfen drohen nämlich. Doch warum reagiert der Körper überhaupt so stark auf Pollen? Und was hilft dagegen? Eine Erklärung.
Wenn das Immunsystem getäuscht wird
Zu Heuschnupfen kommt es, wenn das eigene Immunsystem Pollen fälschlicherweise als Bedrohung wahrnimmt. Das heißt also: Wenn es zu einer Fehlreaktion des Immunsystems kommt, ist man Allergiker. Der Körper erkennt in diesem Fall nämlich nicht, dass Pollen nur harmlose Stoffe sind und wehrt sich dann mit einer Entzündungsreaktion und produziert sogenannte IgE-Antikörper. Das führt dann zu typischen Symptomen wie Niesen oder Schnupfen.
Aber nicht jeder ist davon betroffen und die Ursachen einer Pollenallergie sind vielfältig. Unter anderem kann eine genetische Veranlagung vorliegen. In diesem Fall hat man das Pech, das Allergiepotenzial einfach vererbt bekommen zu haben. Aber auch übertriebene Hygiene in der Kindheit führt später zu Heuschnupfen. Hinzukommt der Klimawandel, der dafür sorgt, dass die Blühzeit früher startet und länger dauert. Durch die hohe Co2-Konzentration, etwa in Städten, produzieren Pflanzen mehr und größere Pollen, die dementsprechend auch mehr Allergiepotenzial in sich tragen. Aus diesem Grund leiden Menschen in städtischen Gebieten auch häufiger unter Heuschnupfen.
Was gegen Heuschnupfen hilft
Wenn die Allergie erstmal zugeschlagen hat, helfen Antihistaminika, Nasensprays und Augentropfen. Es gibt aber alternative Hilfsmittel. Etwa Akupunkturpflaster, sogenannte Gittertapes, die man sich auf die Haut klebt wie ein gewöhnliches Pflaster. Diese können die Symptome von Heuschnupfen lindern. Grundsätzlich gilt: Duschen, wenn man nachhause kommt, Augen und Nase ausspülen und das Fenster geschlossen lassen. Besonders an diesem Samstag.



