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Kreischor sorgt für besinnlich-schöne Matinee

Musikalischer Adventszauber unter der Leitung von Holger Frank Heimsch – Gedanken und Erinnerungen an Weihnachten als Kind

Der Kreischor lässt 45 Minuten die Hektik vergessen.Foto: Oliver Bürkle
Der Kreischor lässt 45 Minuten die Hektik vergessen. Foto: Oliver Bürkle

Ingersheim. Als Veranstaltungsort für seine im zweijährigen Turnus stattfindenden Matinee zum dritten Advent wählte der Kreis-Chor des Sängerkreises Mittlerer diesmal die katholische Kirche Christkönig in Großingersheim. Dort entfalteten die rund drei Dutzend Sänger unter der Leitung von Kreis-Chor-Meister Holger Frank Heimsch ihren musikalischen Adventszauber, nachdem sie zuvor schon den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatten. Geboten wurde eine gelungene Mischung aus fröhlichen, zart-innigen und erwartungsvoll-festlichen Weihnachtsliedern.

Zum Auftakt besang der Chor fröhlich den immer dünner werdenden Kalender, der auf das nahende Weihnachtsfest hinweist. Mit dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirchenlied „In dulci jubilo“ sorgten die Sänger anschließend für feierliche Stimmung. „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ kam ebenso zu Gehör wie „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Ihr Können bewiesen die Chormitglieder auch mit „Gloria in excelsis Deo“, der mit einem Engelsgesang beginnende, hymnenartige Lobpreis.

Im Gegensatz zu vielen anderen Chören sind im Kreis-Chor die Herren noch gut vertreten. Als reiner Männerchor gaben sie „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „Ich steh an deiner Krippen hier“ zum Besten. Zwischen den Darbietungen des Kreis-Chors waren auch die rund 130 Besucher immer wieder zum Mitsingen aufgefordert – instrumental begleitet von Gudrun Ulrich. Aus voller Seele sangen sie traditionelle Lieder wie „Fröhliche Weihnacht überall“, „Morgen Kinder, wird’s was geben“ oder „Zu Bethlehem geboren“.

Ergänzt wurde der Gesang durch Textbeiträge des Kreis-Chor-Meisters. Dazu gehörten Gedanken zu Weihnachten wie es früher war – mit Erinnerungen an aufgeregte Kinder, aber auch an die Alten. Weihnachten, so das Fazit, ist vertraute Insel, Vergangenheit und Zukunft. Zum Schmunzeln und Nachdenken regte die Geschichte vom „Happy meal“ an, die weihnachtliche Zusammenkunft der ganzen Familie, bei der sich alles nur ums Essen dreht. Zum Reden kommt man kaum, doch das ist auch nicht das Ziel - Hauptsache alle sind satt, glücklich und friedlich. Zum Abschluss wünschte Heimsch mehr Frieden, weniger Streit, statt Unrast mehr Ruh, statt Ich mehr Du, statt Gier und Verlangen mehr Verzicht.

Das 45-minütige Programm bescherte den Besuchern eine schöne und besinnliche Stunde im Advent, die jede Hektik vergessen ließ. Klara Joas, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, dankte für diese schöne Vorfreude auf Weihnachten. Es sei nicht selbstverständlich, dass man sich wie der Kreischor im Advent Zeit für andere nehme. Sie lud die Kirchenbesucher zu Hefezopf, Glühwein und Kinderpunsch ein. „Lassen Sie die adventliche Stimmung noch ein bisschen weiterschwingen und kommen Sie miteinander ins Gespräch“, forderte sie auf und dieses Angebot nahm man gern an.

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