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Verkehr

Land: Kommunen sollen Fahrrad statt Auto fördern

Nicht zu übersehen: Beim 1. Radkongress Baden-Württemberg stand das Fahrrad mit seinen zahlreichen Möglichkeiten im Zentrum. Fotos: Ramona Theiss
Nicht zu übersehen: Beim 1. Radkongress Baden-Württemberg stand das Fahrrad mit seinen zahlreichen Möglichkeiten im Zentrum. Fotos: Ramona Theiss

Kornwestheim. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat die Kommunen dazu ermuntert, stärker auf den Radverkehr zu setzen – und dafür Abstriche beim Autoverkehr zu machen. „Wir haben gesehen, was mutige Kommunalpolitik leisten kann, wenn sie den Mut hat, dem Auto eine Spur wegzunehmen“, sagte er gestern beim ersten baden-württembergischen Radkongress im Kultur- und Kongresszentrum K in Kornwestheim. Dort diskutierten rund 400 Teilnehmer aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft darüber, wie der Radverkehr im Land ausgebaut werden kann.

„Unser Ziel ist es, dass bis 2030 jeder zweite Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wird und der Radverkehrsanteil auf 20 Prozent verdoppelt wird“, so Hermann weiter. Um eine neue Dimension im Radverkehr zu erreichen, sei das Land allerdings auf die Unterstützung der einzelnen Kommunen angewiesen. Dabei haben E-Bikes und Pedelecs laut Hermann „enormes Potenzial für die Verkehrswende“, da die elektrische Unterstützung nicht nur die Reichweite, sondern auch die Möglichkeiten des Fahrrads im Alltag und im Tourismus erweitert.

Damit das Radfahren im Alltag selbstverständlich wird, setzt das Ministerium auf den Bau von Radschnellwegen. Bis 2030 sollen in Baden-Württemberg 20 Radschnellwege realisiert werden. Radschnellwege sind breite, direkte und möglichst kreuzungsfreie Wege, die eine Strecke von mindestens fünf Kilometern aufweisen. „Der Ausbau von Radschnellwegen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität“, heißt es im Verkehrsministerium.

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