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Erster Landschaftspflegetag

Landschaftspflegetag in Bietigheim-Bissingen: Einsatz für die Natur

Landschaftserhaltungsverband und Stadt organisieren Aktion im Naturdenkmal im Mettertal

Das gemähte Schnittgut muss zusammengerecht werden.Foto: Alfred Drossel
Das gemähte Schnittgut muss zusammengerecht werden. Foto: Alfred Drossel

BIETIGHEIM-BISSINGEN. Am Samstag fand der erste Landschaftspflegetag im Landkreis statt. Rund 40 Helferinnen und Helfer waren im Naturschutzgebiet „Äußere Berge“ bei Metterzimmern im Pflegeeinsatz. Eingeladen dazu hatten der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Ludwigsburg (LEV) und die Stadt Bietigheim-Bissingen

Da das Wissen über Natur und Landschaftspflege zunehmend in Vergessenheit gerät, haben der LEV und die bei der Stadt Bietigheim-Bissingen für Landschaftspflege zuständige Elke Grözinger die Mitmach-Aktion organisiert.

Beim Abräumen des Mähgutes konnten sich Privatpersonen – insbesondere Familien mit Kindern – an der Erhaltung des wertvollen Lebensraums beteiligen und dabei mehr über das Naturdenkmal und Landschaftspflege erfahren.

Der älteste Teilnehmer war der 84-jährige Werner Brekle, eine Ikone des Natur- und Landschaftschutzes im Landkreis. LEV-Geschäftsführer Dirk Hadtstein war begeistert über die Einsatzfreunde der Teilnehmer. Die Helferinnen und Helfer haben das gemähte Schnittgut zusammengerechelt, auf Planen gehäuft und den Hang hinuntergezogen. Später wird es zu Kompostierung abtransportiert.

Auf dem gut einen Hektar großen Schutzgebiet im Mettertal, einem ehemaligen terrassierten Weinberg, an der Markungsgrenze zur Kleinsachsenheimer Bleiche, ist ein strukturreiches Lebensraummosaik aus blütenreichen Halbtrockenrasen, Trockenmauern, Streuobstbäumen und Gebüschen anzutreffen. Vor allem für Vögel und Insekten stellt der trockenwarme Hang einen wichtigen Lebensraum dar.

„Zur Erhaltung dieses Artenreichtums sind zwei Pflegemaßnahmen unerlässlich: Mindestens eine jährliche Mahd des Halbtrockenrasens und das anschließende Abräumen des Mähgutes“, erklärt Elke Grötzinger.

Das Gebiet Äußere Berge ist auch ein Teil des Umwelt-Modellprojekts „Menschen und Mauern – Mauern und Menschen“, das im Januar 2019 ins Leben gerufen wurde. Getragen und finanziert wird das Projekt von der Stadt und der Umweltstiftung „NatureLife“. Mit dem Naturdenkmal wollen Stadt und Stiftung ein Zeichen setzen, die Kulturlandschaft zu schützen und auch die Vermittlung von Wissen über dieses Kulturgut zu fördern. Den ersten Landschaftspflegetag bewertet LEV-Geschäftsführer Dirk Hadtstein als Erfolg. Weitere sollen folgen.

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