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Corona

Marathon light ist in der Planung

Veranstalter des Bottwartal-Marathons wollen am 16., 17. und 18. Oktober Läufe für jeweils 500 Teilnehmer im Bottwartal anbieten

Der Bottwartal-Marathon soll in abgespeckter Form stattfinden. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Der Bottwartal-Marathon soll in abgespeckter Form stattfinden. Foto: Holm Wolschendorf

Steinheim. „Einen Bottwartal-Marathon in der klassischen Hoffnung wird es nicht geben“, betont Cheforganisator Gerhard Petermann. Aber es wird ein Triple geben, wenn es die Behörden wie Landratsamt Ludwigsburg und Polizei genehmigen: Bei drei Läufen könnten am klassischen Marathonwochenende jeweils 500 Teilnehmer laufen. Von einem Ersatztermin am 8. November nahm das Organisatorenteam Abstand, da nicht sicher ist, wie lange die Corona-Verordnungen noch gelten werden. Am 8. November soll allerdings der LKZ-Ultra-Marathon in abgespeckter Form von 45 Kilometern mit Start und Ziel Forsthof stattfinden, ebenfalls vorbehaltlich der Genehmigung der Behörden. „Wenn wir das alles hinkriegen, bin ich sehr stolz“, betont der Chef des Bottwartal-Marathons, schließlich wurden die Läufe in Hamburg oder Berlin komplett abgesagt.

Bereits am Freitag soll der Zehnkilometerlauf über die Bühne gehen. Start wäre 16 oder 16.30 Uhr in Murr oder Steinheim – Petermann ist derzeit noch mit beiden Kommunen in Gesprächen, wie die Streckenführung am besten zu gestalten ist. „Wir wollen möglichst viele Radwege nutzen. Wir können nicht wegen jeweils 500 Teilnehmern mehrere Straßen sperren und die Anwohner belästigen“, sagt Petermann. Am Samstagnachmittag soll dann um 15 Uhr der erste Halbmarathon starten, am Sonntag um 9 Uhr der zweite Halbmarathon. „Wer sich für beide Läufe anmeldet, hat also wieder einen Marathon, der auch so gewertet werden kann“, erklärt Petermann. Staffelläufe oder die Kinderwettbewerbe wird es aber nicht geben. Damit die Veranstaltungen stattfinden können, gibt es ein ausgeklügeltes Hygienekonzept.

Die Messe wird nicht stattfinden, Zuschauer im Start- und Zielbereich sind nicht zugelassen. Die Läufer bekommen ihre Startunterlagen zugesandt, die Medaillen werden an einem Ständer aufgehängt, so dass sie sich jeder selbst nehmen kann. Die Getränke werden in Flaschen ausgegeben, statt Äpfel gibt es Bananen. Auch die Helferzahl wird von sonst 650 auf 200 reduziert. „Wir haben viele ältere Helfer, die müssen wir schützen.“

Ein großer Aufwand, den Petermann aber zum Teil auch leisten muss. Man sei finanziell bereits in Vorleistung gegangen, habe zum Beispiel in Werbung investiert. Eine Anzeige im Magazin „Runner’s World“ kostet alleine schon 700 Euro. „Mit dem Triple können wir das finanzielle Loch zumindest auffangen und müssen nicht von unserem Guthaben zehren.“

650 Anmeldungen gebe es derzeit im System, die Gebühren seien aber noch nicht eingezogen worden. „Die Läufer sind froh, wenn wir etwas einigermaßen Sinnvolles hinkriegen und es wäre schön für die Region“, glaubt Petermann.

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