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Bauprojekt

„Meilenstein mit viel Transparenz“

Trumpf plant zentrales Kundenzentrum mit voll verglasten Fronten – Auch Neubau von Ausbildungszentrum vorgesehen

So könnte die Konstruktion des neuen Trumpf-Kundenzentrums mit drei Hauptebenen sowie Büroebenen dazwischen aussehen. Illustration: B-L Barkow Leibinger
So könnte die Konstruktion des neuen Trumpf-Kundenzentrums mit drei Hauptebenen sowie Büroebenen dazwischen aussehen. Illustration: B-L Barkow Leibinger

Ditzingen. Schon heute weiß jeder, der auf der A81 fährt, wo der Hauptsitz des Laserspezialisten Trumpf ist – und in ein paar Jahren soll das noch sichtbarer werden. Denn 2023 soll mit dem Bau eines neuen Kundenzentrums begonnen werden – und das soll nicht einfach nur ein schnödes verglastes Gebäude sein, sondern ein „Meilenstein der Industriearchitektur“. So zumindest schwebt es Jürgen Schäfer vor, Leiter der Bauabteilung, wie er bei der Präsentation im Ditzinger Gemeinderat sagte. Das Zentrum, in das ein hoher zweistelliger Millionenbetrag investiert werde, soll dort entstehen, wo sich bislang zwei etwa 50 Jahre alte Hallen befinden, nahe des „Trumpf-Stegs“ über die Straße nach Gerlingen.

Drei Hauptebenen mit Büroflächen dazwischen

In dem „markanten Gebäude“ mit „sehr großer Kubatur“, das künftig – geplant ist die Inbetriebnahme für 2026 – ein starker Anziehungspunkt sein und die bisher auf dem großen Gelände verteilten Standorte zentralisieren werde, sollen drei verschiedene Bereiche mit Produkten und deren Anwendungsbeispielen in einer modernen Industrieumgebung untergebracht werden. Früher hätte man diese horizontal angeordnet, aber man habe sich überlegt, die Nutzungen zu stapeln, so Architekt Tobias Wenz vom Berliner Büro Barkow Leibinger. Herausgekommen ist nun ein Modell, das er mit einem Sandwich verglich, mit drei Hauptebenen für die „Smart Factory“ mit schweren Maschinen unten, darüber ein Vorführzentrum für Trumpf-Maschinen und ganz oben das Laser Application Center, jeweils dazwischen Ebenen mit Büros und Besprechungsräumen, alles möglicherweise verbunden über ein Atrium und Rolltreppen.

Ganz ausgereift sind die Pläne noch nicht, gerade auch was die „Außenhülle“ angeht, Trumpf wollte aber frühzeitig informieren. Die großen Flächen werden wohl komplett verglast sein, so Wenz, denn man brauche nicht nur Licht und die Mitarbeiter sollten einen tollen Ausblick haben, sondern es soll auch „alles maximal transparent sein“, ergänzte Schäfer. Allerdings müsse hierbei noch das Thema Wärmeschutz geklärt werden – und für Stadtrat Manfred Grossmann (Freie Wähler) auch die Frage nach der Sicherheit auf der A81, wenn von dort aus ein so markantes Gebäude mit möglicherweise spiegelnden Flächen zu sehen sei und ablenke, vor allem weil es so, wie es präsentiert wurde, „noch nicht fertig“ aussehe.

Bauausstellung und Pläne für Stadtbahn integriert

Insgesamt aber gab es viel Lob für die Pläne für dieses Gebäude und das zudem vorgesehene neue Ausbildungszentrum nahe der Kantine. „Das ist wahrhaft beeindruckend“, so Oberbürgermeister Michael Makurath, und Fritz Hämmerle (CDU) sah darin gar einen „Vorzeigecampus“ für die auch für die Trumpf-Vertreter ins Blickfeld gerückte Internationale Bau-Ausstellung IBA’27. Viel mehr aber zählte für das Gremium eines: Das Bekenntnis von Trumpf zum Standort Ditzingen – nicht nur nahe der A81, sondern auch direkt an der geplanten Haltestelle der Stadtbahn-Verlängerung von Weilimdorf-Hausen aus.

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