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Freizeit

Mit dem Rad immer der Metter entlang

Bis in zwei Jahren soll es einen 28 Kilometer lange Radwegverbindung entlang der Metter vom Ursprung bei Diefenbach bis zur Einmündung in die Enz in Bietigheim geben.

Ein beschilderter Radweg ist entlang der Metter von Diefenbach bis Bietigheim geplant.Foto: Alfred Drossel
Ein beschilderter Radweg ist entlang der Metter von Diefenbach bis Bietigheim geplant.Foto: Alfred Drossel

Sachsenheim. Die Idee kommt von der Gemeinde Sternenfels im Enzkreis. Sachsenheim wird sich mit einem 4,3 Kilometer langen Teilabschnitt an dem Projekt mit 2700 Euro beteiligen. Am Streckenverlauf in Kleinsachenheim gibt es allerdings noch Gesprächsbedarf.

Wie Matthias Friedrich jetzt im Gemeinderat erklärte, habe die Gemeinde Sternenfels Kontakt mit allen Metter-Anrainerkommunen aufgenommen, um für die Bildung einer Projektgruppe „Metterradweg“ zu werben. Ziel sei, die Metter mit einer Beschilderung und Vermarktung eines durchgehenden Radweges erlebbar zu machen. Der neue Weg schließe an den neuen Kraichweg auf der einen und den Enztalradweg auf der anderen Seite an und könnte so zur Verbindung zwischen Rhein und Neckar werden.

Die Projektkoordination übernehme die Tourismusbeauftragte des Landratsamtes in Ludwigsburg, Anna-Lena Heimerdinger vom Fachbereich Vermessung, Flurneuordnung und Landkreisentwicklung, so Friedrich. Das Vorhaben werde professionell durch den bereits bekannten Dienstleister Pro-cyCL aus Pfalzgrafenweiler begleitet, der für die gesamte Beschilderung im Landkreis zuständig sei, sagte Friedrich weiter.

Die Route wird südlich der Metterquelle im Sternenfelser Ortsteil Diefenbach an der Gießbachhalle beginnen. Von dort führt er flussabwärts, durch Schützingen, Gündelbach, Horrheim, Sersheim, Sachsenheim bis zu Mettermündung in die Enz nach Bietigheim-Bissingen. 31 Prozent der Strecke liegen im Enzkreis, 19,7 Kilometer oder 69 Prozent im Kreis Ludwigsburg. Rund 23 Kilometer sind bereits ausgewiesene Radwege. Der Streckenanteil auf Sachsenheimer Gemarkung beträgt etwa 4,3 Kilometer. Davon sind 1,8 Kilometer auf Kleinsachsenheimer Markung nicht ausgeschildert.

Noch Diskussionsbedarf

Ein bereits ausgeschilderter touristischer Radweg ist die 51,6 Kilometer lange „Mettertaltour“ des Tourismusverbandes Kraichgau-Stromberg. In Sachsenheim gibt es allerdings keine streckenbezogenen Berührungspunkte. In Kleinsachsenheim gibt es jedoch noch Diskussionen um den Streckenverlauf, weil der Talweg entlang der Metter an der Mühle auf Privatgelände und im Naturschutzgebiet liegt. Im Gemeinderat haben sich alle Fraktionen für den Metterradweg ausgesprochen.

Lars Weydt (CDU) forderte ein touristisches Gesamtkonzept, bevor einzelne Vorhaben angegangen würden. Das sieht auch Bürgermeister Holger Albrich so. Siegfried Jauß (FWV) berichtet von einem regen Verkehr schon heute auf der Strecke bei Kleinsachsenheim. In der selben Sitzung des Gemeinderates hat die Geschäftsführerin des Kraichgau-Stromberg-Tourismus, Christina Lennhof, den Jahresbericht vorgestellt. Der Tourismusgemeinschaft gehören neu aus dem Landkreis, Mundelsheim. Gemmrigheim Hessigheim an.

Das Tourismusmarketing der Stadt Sachsenheim habe durch die Mitgliedschaft im Kraichgau Stromberg Tourismus e.V. (KST) deutlich ausgeweitet werden können. Durch die gemeinsame Produktentwicklung, insbesondere beim Wandern, habe die Stadt und die Tourismusregion eine deutliche Aufmerksamkeitssteigerung erfahren können, stellte Lennhof fest. Mit einem regionsweiten Bürgermeisterwandern seien die neu beschilderten Rundwanderwege im Frühjahr 2019 offiziell eröffnet worden.

Durch die Corona-Pandemie, habe der Sachsenheimer Tourismus die eine schmerzliche Zäsur erfahren. Auswirkungen seien ein Nachfragerückgang, Einnahmeausfälle und Fachkräftemangel. Die Zahl der Übernachtungen seien um 12,34 Prozent auf 20700 zurückgegangen. Dennoch habe eine Wertschöpfung aus dem Tagestourismus allein in Sachsenheim von 8,8 Millionen Euro erzielt werden können.

Um die örtlichen Tourismustreibenden weiter in ihren Marketingaktivitäten zu unterstützen, wolle die Stadtverwaltung die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband in den kommenden Jahren intensivieren, erklärte Matthias Friedrich. Insbesondere die gemeinsame Produktentwicklung, Sichtbarkeit der Kommune mit ihren vielfältigen Angeboten und das große Feld des digitalen Marketings sollen im Fokus der künftigen Kooperation stehen.

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