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A.81

Nach den Brückenarbeiten gibt es eine Fahrspur mehr

Ab kommender Woche tut sich auf der A.81 bei der Anschlussstelle Zuffenhausen eine erste neue Baustelle auf. Gegen Jahresende soll dann der Seitenstreifen bis nach Ludwigsburg-Süd freigegeben werden.

Seit 2013 darf man auf der A 8 zwischen Stuttgarter Kreuz und Flughafen zeitweise den Seitenstreifen befahren. Archivfoto: dpa
Seit 2013 darf man auf der A 8 zwischen Stuttgarter Kreuz und Flughafen zeitweise den Seitenstreifen befahren. Foto: dpa

Korntal-Münchingen/ Möglingen/Ludwigsburg. Wer in den vergangenen Monaten auf der A.81 zwischen Ludwigsburg und der ersten Abfahrt Richtung Stuttgart im Stau stand, dürfte sich beim Blick nach rechts geärgert haben – so eine schöne, breite Standspur, frisch saniert! Doch dort darf man bald tatsächlich fahren. Denn die seit Jahren diskutierte temporäre Seitenstreifenfreigabe zwischen Ludwigsburg-Süd und Zuffenhausen wird nun auch praktisch angegangen.

Am 4. Mai beginnen laut Regierungspräsidium (RP) die Arbeiten zur Verbreiterung einer Brücke in der Anschlussstelle Zuffenhausen bei Münchingen. Die Unterführung des Stammheimer Wegs, der hauptsächlich von Fußgängern, Radlern und Landwirten genutzt wird, wird deshalb gesperrt. Für den Autobahnverkehr sind die Auswirkungen dagegen gering: Der Beschleunigungsstreifen in Fahrtrichtung Heilbronn wird von zwei auf eine Fahrspur verengt und der Ausfädelungsstreifen in Richtung Singen verkürzt.

Auch von den nächsten Bauphasen, die Ende September abgeschlossen sein sollen und bei denen zwei Brücken bei Eglosheim und Möglingen von unten her verstärkt werden, werde der Verkehr auf der A.81 nicht beeinträchtigt, so das RP. Allerdings: Die Asphaltsanierungen in den vergangenen Sommern werden auch 2020 fortgesetzt, und zwar in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Zuffenhausen und Ludwigsburg-Süd. Damit einhergehen wird wohl wieder die Führung von einer Spur auf der Gegenseite sowie die Verengung aller anderen Spuren. Die Arbeiten hierfür würden derzeit ausgeschrieben, so das RP.

Insgesamt kosten die kommenden Arbeiten – dazu gehören auch die Instandsetzung an der Brücke und am Feldweg an der Kornwestheimer Höhe bei Möglingen sowie die Erneuerung der Lärmschutzwand bei Müllerheim – rund 900.000 Euro. Es wurden aber auch bei den jüngsten Asphaltsanierungen Voraussetzungen geschaffen wie etwa neue Nothaltebuchten.

Bis November soll dann die technische Ausstattung aufgebaut sein, dazu gehören elektronische Wegweiser ebenso wie Kameras. Die Schilderbrücken, die im Herbst installiert worden waren, werden dann für drei, vier Wochen nur im „Blindbetrieb“ laufen, so das RP. Erst danach geht es in den Echtbetrieb, wie es ihn etwa auf der A.8 gibt. Kommen soll die temporäre Seitenstreifenfreigabe auch zwischen den Ludwigsburger Anschlussstellen, doch hierfür sind größere Umbauten nötig. Die Planungen sind aber noch nicht abgeschlossen, dann folgt das Genehmigungsverfahren – Baubeginn ist frühestens 2023 möglich, so die Einschätzung der Stadt Ludwigsburg.

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