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Straßenbau

Neuer Radweg wird gebaut: B 27 halbseitig gesperrt

Es ist ein schmaler Gehweg, direkt an der Bundesstraße, den die Schüler aus der Kammgarnspinnerei täglich auf ihrem Weg zur Sandschule befahren. Um die Gefahrenstelle zu beseitigen, muss die B 27 über eine Zeit von sechs Wochen halbseitig gesperrt werden. Da bleiben größere Behinderungen nicht aus.

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Hier geht es um die Ecke: Auf diesem schmalen Gehweg sind die Kinder in Richtung Schule unterwegs.Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Dem Bauamt der Stadt stehen schwierige Wochen bevor. Um den Schulweg für radelnde Kinder in Richtung Sandschule sicher zu gestalten, muss am Ortseingang der Kammgarnspinnerei gebaut werden. Und das hat zur Folge, dass die Bundesstraße in Richtung Besigheim an dieser Stelle halbseitig gesperrt werden muss in der Zeit von Montag, 26. Februar, bis Anfang April. Der Verkehr auf dieser vielbefahrenen Straße wird in diesen rund sechs Wochen über eine Ampel geregelt, die wechselseitig den Verkehr passieren lässt.

Damit ist das nächste Verkehrschaos auf der B 27 durch Bietigheim programmiert. „Das wird eine schwierige Zeit, denn die Bundesstraße ist sehr heikel. Die kleinste Behinderung führt bereits zu größeren Staus und in diesem Fall ist es ein großer Eingriff. Doch es geht um die Sicherheit der Kinder auf ihrem Weg in Richtung Sandschule und diese sollte uns wichtig sein“, sagt Claus-Dieter Jaisle, Leiter des Bauamts.

Erfahrung hat er bereits, denn im vergangenen Jahr musste die Großingersheimer Straße in Bietigheim, ebenfalls eine problematische Stelle des Durchgangsverkehrs, für mehrere Wochen komplett gesperrt werden. Anfangs gab es großes Chaos auf den Straßen rund um die Baustelle, doch schon nach wenigen Tagen hatten sich die Autofahrer daran gewöhnt. Auf einen ähnlichen Effekt hofft Jaisle jetzt auch in der Kammgarnspinnerei.

Die Notwendigkeit der Baumaßnahme steht schon lange fest. Auf ihrem Weg zur Sandschule müssen die Schüler auch entlang der Bundesstraße fahren. Dabei geht es besonders eng zu auf dem schmalen Gehweg. „Deswegen ist auch kein Geländer möglich, das die Schüler entlang der stark befahrenen B 27 schützen könnte“, sagt der Chef das Bauamtes. Also soll der Gehweg verbreitert werden.

Doch das war gar nicht so einfach. Die Stadt musste einen Teil des angrenzenden Grundstücks kaufen, um mehr Platz schaffen zu können. Auf einer Länge von 65 Meter werden dann die bestehende Gartenmauer und eine Treppenanlage abgebrochen. So lässt sich der Radweg für die Schüler verbreitern. Weil neue Stützmauern entlang der Bundesstraße sowie die Verlegung von Wasserleitungen erforderlich werden muss auch auf die Fahrbahn ausgewichen werden.

Um die Bauarbeiten durchführen zu können, wird die B 27 auf der Ostseite gesperrt, es bleibt nur eine Fahrbahn für den gesamten Verkehr übrig. Jaisle: „Wir erwarten erhebliche Rückstaus, daher wird den Autofahrern empfohlen, die Kammgarnspinnerei großräumig zu umfahren“.