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Personalmangel im Landratsamt: Ausbau der K 1669 verzögert sich

Der Ausbau der Kreisstraße 1669 zwischen Affalterbach und Remseck-Hochdorf verzögert sich wegen personeller Engpässe im Landratsamt weiter.

marbach. Mit dieser ebenso bedauerlichen wie brandaktuellen Mitteilung aus dem Landratsamt wartete Marbachs Bürgermeister Jan Trost gestern beim jährlichen Gedankenaustausch mit den Bewohnern des Weilers Siegelhausen auf. Siegelhausen liegt an der Kreisstraße, und die Bewohner drängen schon lange darauf, die Straße verkehrssicherer zu machen. Nach Jahren des Stillstands wird es nun auch tatsächlich zu einer Sanierung und dem damit verbundenen Ausbau kommen, allerdings verzögert sich die Umsetzung laut Trost so, dass mit einem Baubeginn frühestens im Jahr 2020 zu rechnen ist. Wegen des Personalmangels denke die Kreisverwaltung darüber nach, die Planung an ein externes Büro zu vergeben, um weiteren Verzug zu verhindern.

Die sieben Vertreter des Weilers – das ist immerhin fast ein Viertel der Einwohner – drängten darauf, dass die Stadt Marbach an der Planung beteiligt wird. Es sei wichtig, vor allem die Abzweigung nach Siegelhausen vernünftig und im Sinne der Landwirte zu gestalten, hieß es aus der Runde.

Die Siegelhäuser hätten auch gerne ein Tempolimit auf der Kreisstraße. Ihren Beobachtungen nach werde trotz des schlechten Straßenzustands auf der K 1669 gerast. Der in Affalterbach ansässige Autoveredler AMG lasse auch ab und zu Werbevideos drehen, „da kommen die dann eine halbe Stunde vorher vorbei und fragen, ob sie mit ihrer Kamera auf die Wiese stehen dürfen“, hieß es beim Aussprachenachmittag.

Das Landratsamt hat in der Vergangenheit ein Tempolimit abgelehnt, weil die Kreisstraße laut Polizeistatistik kein Unfallschwerpunkt ist. Eine Siegelhäuserin sagte gestern allerdings, dass längst nicht alle Unfälle bei der Polizei gemeldet würden, zum Beispiel dann nicht, „wenn einer zu schnell war und in den Acker abgeflogen ist“.

Ein neues Ärgernis scheint sich derweil in Affalterbach aufzubauen: Dort sei die Talstraße immer häufiger auf beiden Seiten zugeparkt, so dass Lastwagen – vor allem der Milchlaster – nicht durchkämen, klagte Werner Händle als Anwalt des Weilers. Jan Trost versprach, das Thema auf dem kurzen Dienstweg bei seinem Affalterbacher Kollegen Steffen Döttinger anzusprechen.