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Wieder Tierskandal im Kreis Ludwigsburg?
Peta zeigt Rinderhaltung in dunklem Stall in Gerlingen an

Die Aufnahme aus dem Stall, die Peta zugespielt wurde. Foto: privat
Die Aufnahme aus dem Stall, die Peta zugespielt wurde. Foto: privat
Die Tierrechtsorganisation hat nach Erhalt von Fotos und Infos eines Whistleblowers das Veterinäramt eingeschaltet. Doch offen ist, ob es die gewünschte Reaktion gibt.

Gerlingen. Kaum Licht und mutmaßlich keinen oder nur unregelmäßigen Auslauf: Erneut hat die Tierrechtsorganisation Peta wegen den Zuständen in einer Gerlinger Tierhaltung die Behörden eingeschaltet. Diesmal geht es um Rinder, die in einem kleinen Stall im Erdgeschoss eines Wohnhauses im Gerlinger Zentrum gehalten werden; auf einem Foto zu erkennen sind – in der Tat nur durch Blitz-Einsatz – drei Tiere, im Hintergrund ein Fensterchen.

Die Aufnahme wurde von einem Whistleblower zugespielt, auch später seien die Verhältnisse gleich gewesen, so die Referentin Lisa Kainz. Man gehe deshalb davon aus, dass die Rinder auch tagsüber „die meiste Zeit in weitgehender Dunkelheit ausharren“. Man halte das für nicht vereinbar mit dem Tierschutzgesetz und habe das Kreisveterinäramt um Kontrolle gebeten und eine Auflösung der Haltung gefordert.

Keine Einzelfälle

Allerdings: Für Rinder, die älter als sechs Monate sind, gibt es keine weitergehenden Vorschriften, nur dazu, dass sie genug Wasser und Futter bekommen, kritisiert Kainz. Das sei „tragisch“ – und solche Haltungen wie nun in Gerlingen kein Einzelfall.

Erst im Februar war ein Gerlinger Hühnerhalter erneut ins Visier von Peta geraten, auf seinem Gelände wurden verweste Kadaver entdeckt, ebenso Tiere mit Verletzungen. Das Veterinäramt sah letztlich aber keinen Grund für ein Halteverbot, wie es die Aktivisten auch bei einer Demo vor dem Gebäude gefordert hatten.