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Corona

Pferdemarkt endgültig abgesagt

Auch größere Feste sind betroffen, für kleinere gibt es noch eine Chance

Auch 2021 wird es weder einen Umzug (hier der von 2019) noch einen großen Rummel zum Pferdemarkt geben.
Auch 2021 wird es weder einen Umzug (hier der von 2019) noch einen großen Rummel zum Pferdemarkt geben.

Bietigheim-Bissingen. Es kam, wie es kommen musste: In der Gemeinderatsitzung am Dienstag wurde der Pferdemarkt auch für dieses Jahr abgesagt. Die Entscheidung zeichnete sich bereits zuvor ab. Ausschlaggebend waren die Regelungen in der Corona-Pandemie. „Es ist die einzig vernünftige Lösung, schließlich ist ein Volksfest ohne Volk kein Volksfest“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Kessing.

Er spielte damit auf die zu erwartende Zahl an Besuchern zum Pferdemarkt an. Zwischen 250000 und 300000 kommen üblicherweise in die Stadt. Eine solch große Menge lässt sich, nach Ansicht der Verwaltung, nicht mehr lenken. Denn auch ein „Pferdemarkt-Light“ war im Vorfeld in der Diskussion. Hierfür hätte das Veranstaltungsgelände mit dem Krämermarkt, dem Vergnügungspark und der Pferdeprämierung umzäunt werden müssen. Eintritt hätten nur Personen gehabt, die einen entsprechenden Schnelltest vorweisen können. Außerdem müssten größere Menschenmengen vor dem Festgelände „geordnet“ werden.

Dies hätte nicht nur deutlich höhere Kosten verursacht, es wäre auch keine echte Pferdemarktstimmung aufgekommen, so die einhellige Meinung im Gemeinderat.

Auch andere Großveranstaltungen in der Stadt wurden bereits abgesagt. So die Herzens Mai‘le oder das Kneipenfestival Night Groove. Die großen Vereinsfeste im Sommer müssen noch mit den entsprechenden Vereinen abgeklärt werden. Ob auch die kleinen Feste abgesagt werden müssen, ist unklar. Das soll wie für die Sommerkonzerte auf dem Marktplatz oder im Bürgergarten noch geprüft werden.

„Wir dürfen den Festen keinen generellen Riegel vorschieben“, sagte Günter Krähling (SPD). Auch Jürgen Weller (CDU) tat sich schwer mit der Entscheidung, schließlich handelt es sich beim Pferdemarkt um das größte Fest in der Stadt: „Ich gebe nur schweren Herzens meine Zustimmung, doch bei den zu erwartenden Menschenansammlungen ist es die richtige Entscheidung.“ Ähnlich äußerte sich die GAL. „Auch wir tun uns schwer mit der Entscheidung, doch wir brauchen keine vierte oder fünfte Coronawelle“, sagte Traute Theurer. Die Entscheidung fiel schließlich bei einer Enthaltung.

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