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Machbarkeitsstudie

Prädestiniert für die Gartenschau

Es ist angerichtet: Die Machbarkeitsstudie für die Durchführung einer Gartenschau in Marbach und Benningen liegt vor. Die Ergebnisse werden am kommenden Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung den Räten beider Kommunen sowie der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem eigens dazu einberufenen Pressegespräch wollten sich die beiden Bürgermeister gestern allerdings noch nicht zu den Inhalten äußern.

Die markierten Bereiche umreißen das Gebiet in Benningen (links des Neckars) und Marbach, in dem die Gartenschau stattfinden könnte. Illustration: Planwerkstatt Senner
Die markierten Bereiche umreißen das Gebiet in Benningen (links des Neckars) und Marbach, in dem die Gartenschau stattfinden könnte. Illustration: Planwerkstatt Senner

Benningen/Marbach. Es war der 23. November 2017, als die beiden Gemeinderäte von Benningen und Marbach beschlossen haben, das Planungsbüro Planstatt Senner mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für eine interkommunale Gartenschau zu beauftragen. Zwei Jahre dauerte der Planungsprozess, schließlich waren neben den Bürgern auch zahlreiche Behörden vom Landratsamt bis zum Wasser- und Schifffahrtsamt mit einzubeziehen. Jetzt wissen zumindest die Bürgermeister Jan Trost (Marbach) und Klaus Warthon (Benningen), „dass die beiden Kommunen geradezu prädestiniert sind für eine Gartenschau“, wie Jan Trost gestern sagte. Und weiter: „Die Chance ist gegeben, dass wir als Tandem Geschichte schreiben können.“ Details wollten Trost und Warthon allerdings nicht verraten. Auch über die veranschlagten Kosten wird (noch) der Mantel des Schweigens gehüllt. Die sollen die Gemeinderäte am Mittwoch aus erster Hand erfahren, so Klaus Warthon.

Was die beiden Rathauschefs zu erzählen haben, ist nicht neu. So soll die Gartenschau in einem 36 Hektar großen Gebiet stattfinden, welches in Marbach das Neckarufer und den sogenannten Literaturpark und in Benningen ebenfalls das Neckartal umfasst. Dort bietet sich laut Warthon „ein großes Potenzial“. Während Trost von einer „Vision“ und einer „grünen Lunge“ mit Spiel- und Erholungsmöglichkeiten für Jung und Alt spricht, hat Warthon die „verwilderten Gärten“ im Neckartal und die Beseitigung von Barrieren zum Fluss hin im Blick. Als Zeitpunkt für die Gartenschau werden nach wie vor die Jahre 2031, 2033 oder 2035 mit der Priorität 2033 ins Auge gefasst.

Die Parksituation sei „lösbar“, sagte Trost auf entsprechende Fragen. Für die Zeit der Gartenschau sei es möglich, provisorische Parkplätze anzulegen. Zudem verweist er auf die S-Bahn, die schließlich sowohl in Marbach als auch in Benningen halte. Bis 2033 sei auch mit einer besseren Taktung der Züge zu rechnen. Zudem gebe es bei einer Gartenschau nur wenige Spitzentage mit sehr vielen Besuchern. „Wir setzen auf die ÖPNV-Karte, schließlich befinden sich die S-Bahn-Stationen jeweils sozusagen direkt am Eingang der Gartenschau“, stimmte Warthon zu.

Letzter Termin für die Einreichung der Bewerbungsunterlagen ist der 19. Dezember. Wie Warthon betont, ist die Ausarbeitung der Bewerbungsbroschüre in den Endzügen. Ende März komme die Bewerbungskommission nach Marbach und Benningen, um sich die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen. „Ich bin überzeugt, dass wir nach zwei Jahren ein ausgewogenes Konzept haben“, gibt sich Jan Trost optimistisch, den Zuschlag zu erhalten. Schließlich könne man, das sieht auch sein Benninger Kollege so, auf eine breite Zustimmung in der Bevölkerung bauen. Die endgültige Entscheidung wird die Landesregierung voraussichtlich noch vor der Sommerpause 2020 treffen.

Info: Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird den Gemeinderäten am Mittwoch, 20. November, um 17 Uhr in der Benninger Kelter in einer öffentlichen Klausursitzung präsentiert. Um 19.30 stimmt der Benninger Gemeinderat darüber ab. Einen Tag später ist um 17.30 Uhr das Marbacher Gremium dran.

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