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Radwegunterführung

Radwegunterführung zwischen Walheim und Besigheim kann kommen

Walheim und Besigheim können aufatmen: Die Radwegunterführung zwischen den Orten kann doch in einem Aufwasch mit dem Neubau der B 27-Enzbrücke realisiert werden. Das Land übernimmt die Planung, die Kosten trägt der Bund. Bislang sollten die Kommunen zahlen. Wermutstropfen – die Unterhaltungslast trägt künftig Walheim, auf deren Gemarkung die Unterführung liegt.

Die Arbeiten für den Neubau der B 27-Enzbrücke sind in vollem Gange und gehen laut Verkehrsministerium gut voran. Fotos: Alfred Drossel
Die Arbeiten für den Neubau der B 27-Enzbrücke sind in vollem Gange und gehen laut Verkehrsministerium gut voran. Foto: Alfred Drossel
Für Radler soll eine Unterführung kommen.
Für Radler soll eine Unterführung kommen.
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Besigheim/Walheim. In den Ortsgremien von Walheim und Besigheim war es schon angekündigt worden, jetzt ist es offiziell: Die Radwegunterführung im Zuge des Neubaus der B27-Brücke zwischen Besigheim und Walheim kommt jetzt doch – und zwar auf Kosten des Bundes, der Bauherr der Brücke ist (wir berichteten). Zusammen mit Walheim und Besigheim wurde beschlossen, dass das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) den Bau der Radwegunterführung übernimmt. So würden Synergien genutzt und der Radweg könne kostengünstiger gebaut werden, betonte die Behörde gestern. Walheims Bürgermeisterin Tatjana Scheerle zeigte sich zufrieden: „Dass eine für alle Seiten gute Lösung gefunden werden konnte, die auch finanziell und planungstechnisch für unsere Gemeinde machbar ist, freut mich auch im Namen der Walheimerinnen und Walheimer besonders.“ Und ihr Besigheimer Amtskollege Steffen Bühler fügte hinzu: „Wir sind froh darüber, dass die neue Brücke samt Unterführung nun in einem Guss im Zuge der laufenden Baumaßnahme durch das Regierungspräsidium realisiert werden kann.“ Und wenn diese im Hochwasserfall nicht genutzt werden könne, stehe den Radfahrern immer noch die Querung per Ampel über die Bundesstraße zur Verfügung, so das RP.

Möglich wird die aktuelle Lösung durch neue Entwicklungen beim Bau der Enzbrücke, teilten gestern Regierungspräsidium und Verkehrsministerium in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Regierungspräsident Wolfgang Reimer versprach: „Von unserem zuständigen Baureferat wird derzeit die Planung für die Radwegunterführung erstellt. Anschließend werden die erforderlichen Genehmigungen zur Erlangung des Baurechts eingeholt.“

Auch Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ließ es sich nicht nehmen, diese für die beiden Neckarkommunen gute Wendung zu kommentieren: „Die Gemeinde Walheim, die Stadt Besigheim und das Regierungspräsidium haben mit Geduld und Engagement eine Lösung gefunden. Synergien werden sinnvoll genutzt. Ich freue mich über diese Verbesserung für die Radler auf dem Neckarradweg, da sie nun weiterfahren können, ohne die Bundesstraße per Ampel zu queren. Wir konnten unsere Zusage beim Spatenstich zum Brückenbau einlösen, doch noch eine funktionierende Lösung zu finden.“ Damit zielte er auf ein Gespräch mit Bürgermeisterin Scheerle ab, das sich im Anschluss an den offiziellen Startschuss des Neubaus der B27-Enzbrücke im Juli ergeben hatte. Dabei hatte er versprochen, noch einmal prüfen zu lassen, ob die Unterführung nicht doch gleich mitgebaut werden könne.

Und tatsächlich, es hat sich jetzt gezeigt, dass für die Baustelle auf beiden Seiten Dämme für die Zufahrt zum Uferbereich gebraucht werden. Und genau diese Baustraßen können nach den Brückenbauarbeiten als Untergrund für eine neue Radwegunterführung dienen. Um sie schließlich als Radweg nutzen zu können, muss noch ein asphaltierter Fahrbahnbelag aufgetragen werden und es sind Sicherungseinrichtungen nötig. Sie allerdings sollen von den beiden Kommunen finanziert werden. Wie hoch die Kosten dafür sein werden, ist noch nicht klar, hieß es gestern aus dem Regierungspräsidium. Gleiches gilt für die Kosten, die auf Walheim als Baulastträger zukommen, denn die Kommune wird für einen verkehrssicheren Zustand des Radwegs verantwortlich sein.

Die Arbeiten für den Ersatzneubau der Enzbrücke gehen übrigens gut voran und liegen im Zeitplan. Das Regierungspräsidium geht davon aus, dass der Bau im Herbst 2022 fertig ist. Danach geht es dann mit der Radwegunterführung weiter.

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