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Nahverkehr

Region will bei Bussen und Bahnen kräftig investieren

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Kreis Ludwigsburg. Das Land Baden-Württemberg, Stadt und Region Stuttgart sowie die Landkreise Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Göppingen und Rems-Murr wollen in den kommenden Jahren weiter stark in den öffentlichen Personennahverkehr investieren. Dazu soll im kommenden Jahr ein zweiter Mobilitätspakt geschlossen werden. So wollen die Landkreise ihre Ausgaben für die Verbesserung des ÖPNV von 150 auf 200 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Der Kreis Ludwigsburg ist mit rund 40 Millionen Euro an diesen Investitionen beteiligt. Der Böblinger Landrat Roland Bernhard gab das Ziel vor, bei Bussen die Barrierefreiheit auszubauen und den Anteil emissionsfreier Wagen zu erhöhen. Außerdem soll der 15-Minuten-Takt bei den Bussen in der kompletten Hauptverkehrszeit eingerichtet werden. Ludwigsburgs Landrat Rainer Haas erklärte auf Anfrage außerdem den Bau der Stadtbahn zum zentralen Ziel der ÖPNV-Verbesserung im Kreis. Haas nannte den Pakt „ein Erfolgsmodell“.

Die sieht auch Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) so. Für ihn stehen dabei vor allem die Verbesserungen im Schienenverkehr im Vordergrund. Er machte aber keinen Hehl daraus, dass die neuen Betreiber der Regionalbahnen Abellio und Go-Ahead mit Startschwierigkeiten zu kämpfen haben. Dafür machte er den Zughersteller Bombardier verantwortlich, der die bestellten Züge nicht rechtzeitig geliefert habe. Ab Juni 2020 würden die meisten Verbindungen im Halbstundentakt verkehren. Regionalpräsident Thomas Bopp verwies auf die Investitionen in die S-Bahnen. Es wurden 58 neue Züge geordert und 2025 soll mit Stuttgart der erste digitale Schienenknoten in Betrieb gehen.

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