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Wiederwahl
Robert Feil setzt sich deutlich durch

Robert Feil und seine Familie. Foto: Holm Wolschendorf
Robert Feil und seine Familie. Foto: Holm Wolschendorf
Freuen sich über das Wahlergebnis: Bürgermeister Robert Feil mit seiner Frau Christiane und den Kindern Tristan und Marla. Stimmauszählung mit Abstand in der Gemeindehalle.Fotos: Holm Wolschendorf
Freuen sich über das Wahlergebnis: Bürgermeister Robert Feil mit seiner Frau Christiane und den Kindern Tristan und Marla. Stimmauszählung mit Abstand in der Gemeindehalle.Fotos: Holm Wolschendorf
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Die Löchgauer haben gewählt: Robert Feil bleibt auch in den nächsten acht Jahren ihr Bürgermeister. Bei der gestrigen Wahl hat er 93,4 Prozent der Stimmen erhalten. Herausforderer Ulrich Raisch kam auf 5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,6 Prozent.

Löchgau. „Ich freue mich riesig über das Ergebnis. Wir sind sehr, sehr glücklich heute Abend“, sagte ein erleichterter Bürgermeister Robert Feil auch im Namen seiner Familie, kurz nachdem feststand, dass er auch in den nächsten Jahren Rathauschef in Löchgau sein wird. Bis zu diesem Moment hatte er sich recht lange gedulden müssen, erst um 19.50 Uhr verkündete Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Schneider das Wahlergebnis: Demnach haben 2206 Löchgauer Robert Feil ihre Stimme gegeben, das entspricht 93,4 Prozent. Sein einziger Herausforderer, der Stuttgarter Musikpädagoge Ulrich Raisch, erhielt 118 Stimmen und damit glatt 5 Prozent. Zudem fanden sich 37 andere Namen auf den Wahlzetteln (1,5 Prozent). Von den 4499 wahlberechtigten Löchgauern haben 2413 ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung lag damit bei guten 53,6 Prozent. „Das ist klasse“, sagte Feil mit Blick auf die recht hohe Beteiligung.

Verkündet wurde das Wahlergebnis im Rathaus – wegen der Coronapandemie allerdings nur im ganz kleinen Rahmen: Lediglich ein Dutzend Zuschauer hatten sich im Ratssaal eingefunden, darunter einige Gemeinderäte. Bürgermeisterkollegen waren nicht gekommen. Es gab kein Händeschütteln, keine Umarmungen und auch kein gemütliches Beisammensein am Ende des Abends. Selbst der Blumenstrauß an Feils Ehefrau Christiane wurde mit viel Abstand übergeben. Alles war anders als sonst üblich.

Das galt auch für den Rest des Wahltages: Wie berichtet, hatte die Gemeindeverwaltung die Löchgauer zur Briefwahl aufgerufen und allen Wählern die entsprechenden Unterlagen unaufgefordert zugeschickt. So sollten größere Menschenansammlungen im Wahllokal vermieden und damit die Ansteckungsrisiken minimiert werden. Das hatte sich als die richtige Strategie herausgestellt: Gestern kamen lediglich 62 Löchgauer persönlich in die Gemeindehalle, um ihre Stimme abzugeben. Dort herrschte Maskenpflicht, Desinfektionsmittel stand bereit. Unter strengen Abstands- und Hygieneregeln fand auch die Auszählung der Stimmen statt. In der Gemeindehalle zählten die Wahlhelfer separat an einzelnen Tischen, die mit viel Abstand zueinander aufgestellt waren.

Feil dankte in einer kurzen Ansprache den Wählern und engagierten Löchgauern, den Gemeinderäten für die sehr gute Zusammenarbeit und seiner Familie, „die mich immer mal wieder ertragen muss, wenn ein Tag nicht so gut gelaufen ist. Ich weiß, auf euch kann ich zählen“, sagte der Schultes zu seiner Frau Christiane und den beiden Kindern Tristan und Marla. Für einen fairen Wahlkampf bedankte er sich zudem bei seinem Herausforderer Ulrich Raisch. Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Schneider gratulierte dem alten und neuen Schultes und sprach ihm Achtung, Anerkennung und Wertschätzung aus.

Bei der Wahl vor acht Jahren hatte Robert Feil 91 Prozent der Stimmen bekommen, die Wahlbeteiligung lag bei fast 55 Prozent. Damals musste er sich gegen zwei Mitbewerber durchsetzen – darunter auch Ulrich Raisch, der diesmal ebenfalls wieder angetreten war, sich von vornherein aber keine Chancen gegen den Amtsinhaber ausgerechnet hatte. Immerhin konnte er seine Stimmenzahl nun mehr als vervierfachen: Vor acht Jahren hatten ihn 27 Löchgauer gewählt, diesmal waren es 118. Raisch zeigte sich wie immer als guter Verlierer, er war einer der ersten Gratulanten bei Robert Feil. Dessen Kindern hatte er zudem einen kleinen Nikolaus mitgebracht.