Logo

Neckarentzalleitung

Rohre für die neue Gaspipeline liegen im Landkreis schon bereit

Projekt von Terranets bw soll eine höhere Versorgunssicherheit bringen

Die 18 Meter langen Stahlrohre der Neckarenztalleitung sind auf den Lagerplätzen im Landkreis eingetroffen. Foto: Alfred Drossel
Die 18 Meter langen Stahlrohre der Neckarenztalleitung sind auf den Lagerplätzen im Landkreis eingetroffen. Foto: Alfred Drossel

Kreis Ludwigsburg. Der Baubeginn für die Neckarenztalleitung (NET) steht kurz bevor. Jetzt wurden die 1800 Gasleitungsrohre auf die dafür gebauten Lagerplätze entlang des Streckenverlaufs gebracht. Der Bauträger Terranets bw baut seine Infrastruktur aus und startet dazu den Bau der 28 Kilometer langen Neckarenztalleitung von Wiernsheim (Enzkreis) über Eberdingen-Hochdorf, Vaihingen, Oberriexingen, Sachsenheim und Bietigheim-Bissingen bis südlich von Löchgau.

Zuletzt wurden Arbeiten zur Baugrunderkundung sowie Kartierungen abgeschlossen. Auch archäologische Voruntersuchungen und Grabungen wurden schon an verschiedenen Stellen des Leitungsverlaufs durchgeführt. Aktuell laufen weitere archäologische Grabungen, beispielsweise bei Sachsenheim und Oberriexingen, die allerdings durch die kalte Witterung behindert werden. In den vergangenen Wochen wurden zudem Bäume entlang des geplanten Trassenverlaufs gefällt.

16 Meter lange Rohre kommen aus Westfalen

Die Rohrlagerplätze befinden sich bei Nußdorf, im Gewann Heckenäcker, bei Vaihingen-Enzweihingen an der Hochdorfer Straße im Gewann Geräcker, bei Sachsenheim neben der Straße nach Untermberg und westlich des Waldhofs bei Bietigheim-Bissingen. Gestern wurden die Rohre auf dem Platz bei Sachsenheim angeliefert.

Hinter den eigentlichen Bauarbeiten verbirgt sich ein immenser logistischer Aufwand: Der Großteil der rund 16 Meter langen Rohre wurde in Hamm/Westfalen gefertigt und musste nach Süddeutschland gebracht werden. Jedes Rohr erhält eine eindeutige Kennnummer, mit der es beim Bau und während der gesamten Lebensdauer der Pipeline eindeutig identifiziert werden kann. Die Rohre wurden in den Produktionshallen einer Vielzahl von Tests sowie einer ersten Druckprüfung unterzogen. Kein Rohr verließ das Werk, bevor nicht der Tüv ein Abnahmeprüfzeugnis verfasst hatte. Zudem erhalten die Rohre eine Korrosionsschutzschicht aus Polyethylen und zusätzlich einen mechanischen Schutz aus Faserzement oder glasfaserverstärktem Kunststoff.

Maximaler Druck von 18 bar

Jedes der 1800 Rohre hat einen Durchmesser von 50 Zentimeter, ist 18 Meter lang und wiegt 2,5 Tonnen. In der Leitung herrscht ein maximaler Druck von 80 bar. Der eigentliche Bau der Gasleitung startet dieses Frühjahr. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2022 vorgesehen.

Der Transportnetzbetreiber Terranets bw will mit dem Bau der neuen Gasleitung die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg und insbesondere im Raum Ludwigsburg langfristig deutlich erhöhen. Vor allem in Hinblick auf die Energiewende nehme die Gasversorgung künftig einen noch höheren Stellenwert ein, so der Fernleitungsnetzbetreiber Terranets bw.

Autor: