Logo

Schwerer Job am defekten Tor der Neckarschleuse

Im Vollschutzanzug arbeitet Serwezin Kryszewski.Foto: Alfred Drossel
Im Vollschutzanzug arbeitet Serwezin Kryszewski. Foto: Alfred Drossel

Pleidelsheim. Das seit September 2019 ausgebaute untere Schleusentor der Neckarschleuse Pleidelsheim ist eingehaust und wird sandgestrahlt. Einer der Männer, die diese aufwendige und schwere Arbeit ausführen, ist Serwezin Kryszewski. Seit zwei Jahren arbeitet er als Sandstrahler.

Rost ist nicht nur eine optische Beeinträchtigung an Metallteilen, er führt auch zu Materialbruch. Um eine neue Beschichtung aufbringen zu können, müssen Rost und alte Farbe restlos entfernt werden. Das geschieht durch Sandstrahlen unter hohem Druck. Den Auftrag, die Oberfläche des Schleusentors zu bearbeiten, hat die Asperger Firma Bauschutz bekommen. Rund zwei Wochen lang wird das Stahltor mit einem schwarzen Strahlsand unter dem Druck von zehn Bar Zentimeter für Zentimeter bearbeitet.

Das geschieht unter strengen Schutzmaßnahmen in einem luftdichten Zeltbau, der nur über eine Schleuse betreten werden kann. Die Mitarbeiter arbeiten dabei unter hohem persönlichen Einsatz in speziellen Schutzanzügen. Nach zwei Stunden müssen sie eine Stunde Pause machen.

Rund 13 Tonnen Strahlsand werden dabei in den beiden Wochen an der Schleuse verbraucht. Nach der Oberflächenbearbeitung des Schleusentores kommen die Stahlbauer und reparieren das durch die Schiffskollision beschädigte Tor. Danach wird die Oberfläche des Tores mit einem dauerhaften Schutzanstrich versehen und wieder eingebaut.

Autor: