Logo

Bietigheim-Bissingen

Schwierige Löscharbeiten

Rund 300.000 Schaden beim Brand eines Bürogebäudes im Gebiet Laiern – Knapp 50 Kräfte im Einsatz

Flammen schlagen aus dem Dach des Bürogebäudes, das an ein Wohnhaus angebaut ist. Foto: Alfred Drossel
Flammen schlagen aus dem Dach des Bürogebäudes, das an ein Wohnhaus angebaut ist. Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. In der Neujahrsnacht wurde von einer Anwohnerin gegen 1.30 Uhr ein Brand von mehreren Mülltonnen in der Etzelstrasse gemeldet. Zwei Anwohner versuchten, das Feuer, das vermutlich aufgrund entsorgter Feuerwerkskörper entstanden war, mit einem Gartenschlauch zu löschen. Die Flammen breiteten sich laut Polizeibericht aber über die Fassade bis zum Dachstuhl eines Bürogebäudes aus, das an ein Wohnhaus angebaut wurde. Die Feuerwehr Bietigheim, die mit vier Fahrzeugen und 22 Mann anrückte, konnte den Brand löschen.

Um 6.18 Uhr gab es dann erneut Alarm. Der Dachstuhl stand in Flammen. Der Brand wurde von den Feuerwehren Bietigheim und Ludwigsburg, die laut Polizei mit 59 Mann und 14 Fahrzeugen im Einsatz waren, gelöscht. Das Gebäude wurde durch den Brand unbewohnbar. Der Schaden beläuft sich auf rund 300.000 Euro. Fünf Erwachsene und drei Kinder mussten aus ihren Wohnungen evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Zwei Löschzüge waren im Einsatz. Aus Ludwigsburg kam der Abrollbehälter Atemschutz. Das DRK Bietigheim-Bissingen versorgte mit sieben Helfern die Evakuierten.

Danilo Guzi, der mit seiner Frau Salumi und drei kleinen Kindern in einer der Wohnungen neben dem Bürogebäude lebt, alarmierte um 6.18 Uhr die Feuerwehr. Seine Frau sei aufgewacht, weil sie die Vögel habe laut zwitschern hören, berichtete er. Als sie zum Fenster hinausschaute, habe sie Flammen am Nachbarhaus gesehen.

„Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges loderten die Flammen meterhoch über dem Gebäude gelodert“, so Stadtkommandant Frank Wallesch. Er gab Vollalarm. Kräfte aus Bietigheim und Bissingen rückten an. Die Lage war unübersichtlich und das brennende Haus schwer zugänglich; die Wehr konnte nur über Nachbargrundstücke das Gebäude erreichen und Fahrzeuge, wie die Drehleiter in Stellung bringen.

Dicker Rauch quoll aus dem Gebäude. Immer wieder schlugen Flammen empor. Um an die Brandnester zu kommen, musste das Dach mit Sägen und Trennschleifern geöffnet werden. Der Löscheinsatz wurde von der Feuerwehr-Führungsgruppe gelenkt und dokumentiert. Sie stellte um 6.56 Uhr fest, dass. das Feuer unter Kontrolle sei. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Jochen Feyerabend (Besigheim) unterstützte den Einsatz.

Die meisten Bewohner konnten laut Polizei wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Einige seien anderweitig untergebracht worden. Es ist noch nicht abschließend untersucht, ob der Mülleimerbrand ursächlich für den Großbrand war.

Autor: