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Sechs neue Sterne für die besten Azubis

Mit Janina Hink und Gabriela Müller sind zwei Bundessieger aus dem Landkreis auf dem „Walk of Fame“ verewigt

Janina Hink mit dem Leiter Personalentwicklung des Flughafens Stuttgart, Friedemann John, vor ihrem Stern auf dem IHK-Walk of Fame.Foto: J. Schmidt
Janina Hink mit dem Leiter Personalentwicklung des Flughafens Stuttgart, Friedemann John, vor ihrem Stern auf dem IHK-Walk of Fame. Foto: J. Schmidt

Asperg/Oberstenfeld/Stuttgart. Glamour ist gemeinhin nicht der Begriff, den Menschen mit einer Berufsausbildung verbinden, doch um ihre besten Azubis zu ehren, orientiert sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart an Hollywood. Jeder Bundessieger in seinem Ausbildungsberuf bekommt seit einigen Jahre einen Stern auf dem „Walk of Fame“ vor der Stuttgarter IHK-Zentrale in der Jägerstraße. Gestern kamen sechs neue Sterne hinzu, zwei tragen die Namen von ehemaligen Auszubildenden aus dem Landkreis Ludwigsburg: Janina Hink aus Asperg, die am Flughafen Stuttgart die Ausbildung zur Servicekauffrau im Luftverkehr absolviert hatte und Gabriela Müller aus Oberstenfeld, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, die bei der WWS Schutz und Sicherheit GmbH Backnang ausgebildet worden war. Sie konnte gestern allerdings nicht an der Enthüllung ihres Sterns teilnehmen.

Ihr Ausbildungsbetrieb war aber durch Geschäftsführer Wolfgang Roth vertreten. Der betonte, dass solche Leistungen auch gut für die Branche seien, weil dadurch klar gemacht werde, dass auch im Sicherheitsgewerbe auf qualifizierte Mitarbeiter Wert gelegt werde.

IHK-Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl lobte die Bundessieger als die „Besten von 300.000 Auszubildenden in Deutschland“. Die zusätzliche Ehrung mit dem „Walk of Fame“ würdigt allerdings nicht nur den erfolgreichen Berufsnachwuchs, sondern dient der IHK auch zum Marketing. „Wir wollen zeigen, wie toll und qualitativ hochwertig die duale Ausbildung ist“, erklärte Schmalzl die Sterne.

Die meisten der heimischen Bundessieger des Jahrgangs 2018 belassen es allerdings nicht bei der beruflichen Ausbildung, sondern haben bereits ein Studium begonnen, oder sie haben dies in nächster Zeit vor.

Nicht so allerdings Janina Hink. Die Aspergerin hat zwar auch die Schule mit dem Abitur beendet, doch ans Studieren denkt sie nicht. Sie ist ihrem Arbeitgeber treu geblieben und arbeitet am Flughafen Stuttgart genau dort, wo sie schon vor Beginn der Ausbildung unbedingt hin wollte: in der Verkehrszentrale.

Sie und ihre Kollegen sind dafür zuständig, dass auf dem Vorfeld alles geregelt läuft. Sie halten den Kontakt zu den Fluglinien, vergeben die Parkpositionen und organisieren den Verkehr von Fahrzeugen auf dem Vorfeld. Für Hink ist der Flughafen der Traumarbeitsplatz schlechthin. Das habe sie schon als Jugendliche gewusst.

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