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Mitgliederentwicklung

Sportkreis setzt neue Rekordmarke

Der Sportkreis Ludwigsburg ist um einen Verein größer geworden – doch der brachte gleich über 7000 Mitglider mit: Vor allem dank der Aufnahme des Deutschen Alpenvereins verbuchen der Württembergische Landessportbund WLSB und sein zweitgrößter Sportkreis neue Rekordmarken.

Der Alpenverein bringt nicht nur 7053 Mitglieder mit in den Sportkreis, sondern auch die Ludwigsburger Hütte. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Der Alpenverein bringt nicht nur 7053 Mitglieder mit in den Sportkreis, sondern auch die Ludwigsburger Hütte. Foto: Holm Wolschendorf
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Kreis Ludwigsburg. Ein Rekordjahr auch dank eines Sondereffekts: Ende 2019 wurden alle Kletterer und Bergsportler der württembergischen Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV) voll in den WLSB integriert. Das trug entscheidend zum neuen Mitgliederrekord bei: In den 5862 württembergischen Sportverein sind aktuell fast 2,25 Millionen Mitglieder organisiert. Das Plus von 167944 organisierten Sportbegeisterten entspricht einem Zuwachse von über acht Prozent, freut sich WLSB-Präsident Andreas Felchle.

Der Maulbronner Bürgermeister macht aber zugleich darauf aufmerksam, dass der organisierte Sport in Württemberg auch ohne den DAV-Sondereffekt auf Rekordkurs läge, allerdings sehr viel weniger deutlich: Ohne die Alpinisten wäre der WLSB gegenüber dem Vorjahr nämlich „nur“ um 8000 Mitglieder gewachsen, und das vor allem, weil der Schwäbische Turnerbund seine starke Stellung weiter ausgebaut hat (plus 11201 Mitglieder). Dagegen verliert der Fußball als zweitstärkster Fachverband vor allem im Nachwuchsbereich Mitglieder (minus drei Pozent).

Die WLSB-weiten Tendenzen spiegeln sich auch im Sportkreis Ludwigsburg wider. Er wuchs um 7174 auf jetzt 195746 Mitglieder an, darunter sind 87466 Frauen. Allein 7053 Mitglieder zählt die Ludwigsburger DAV-Sektion, die damit zugleich der zweitgrößte Verein im Sportkreis ist. Nur der MTV Ludwigsburg ist größer als der Alpenverein, der den SV Salamander Kornwestheim, den TSV Bietigheimer und die Sportbereinigung Besigheim hinter sich lässt.

Insgesamt 14 der 513 Sportvereine im Kreis – gleich 2,7 Prozent – haben mehr als 2000 Mitglieder, insgesamt 66 Vereine mit über 800 Mitgliedern stellen 57 Prozent der organisierten Sportlerinnen und Sportler im Landkreis. Dagegen haben 353 der 513 Sportvereine unter 301 Mitgliedern.

Der mitgliederstärkste und aktuell zugkräftigste Einzelverband ist auch hier der Turnerbund, wobei sich die Turnvereine im Sportkreis – Stand 17. Juli – gegenüber 2019 über einen Zuwachs von 861 Mitgliedern freuen können. An deutlichsten leiden auch im Kreis die Fußballvereine an Mitgliederschwund (minus 554 Mitglieder), aber auch der Wintersport (minus 234) und der Basketball (minus 156) haben spürbar an Zuspruch verloren. Im Aufwind liegen – ohne den DAV-Sondereffekt – besonders der Behinderten- und Reha-Sport (plus 214 Mitglieder), das Schwimmen (plus 194), Tennis (plus 61), Reiten (plus 55) und Volleyball (plus 46).

Für Sportkreis-Präsident Matthias Müller besonders erfreulich: In ihrer Nachwuchsarbeit haben die Sportvereine im Kreis offenbar die Trendwende geschafft: Nachdem die Zahl der im Verein sporttreibenden Kinder und Jugendlichen seit 2008 kontinuierlich gesunken war, steigt ihre Zahl seit 2017 wieder an. Mit 65687 Nachwuchssportlerinnen und -sportlern ist aktuell der beste Wert der letzten zehn Jahr zu verzeichnen. Auch bei den Jugendlichen verlieren insbesondere der Fußball und – trotz der Erfolge der MHP-Riesen und der Grundschulligen – der Basketball an Attraktivität: Die Fußballvereine haben 411 Nachwuchskicker weniger als noch 2019, in den Basketballclubs und -abteilungen gehen 90 Jungen und Mädchen weniger auf Korbjagd. Auch Turnen und Skifahren verlieren junge Mitglieder, im Trend sind Reiten, Volleyball und Handball.

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