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Unwetter

Starke Regenfälle: Auf dem Neckar geht nichts mehr

Nach den heftigen Regenfällen steigen die Wasserstände des Flusses auch im Kreis rasch an – Er bleibt aber in seinem Bett

Nichts geht mehr: Vor der Schleuse Pleidelsheim haben Schiffe festgemacht.Fotos: Alfred Drossel
Nichts geht mehr: Vor der Schleuse Pleidelsheim haben Schiffe festgemacht. Foto: Alfred Drossel
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Kreis Ludwigsburg. Am Mittwoch vor der Schleuse in Pleidelsheim. Schiffe haben hier nach den heftigen Gewittern vom Montag und Dienstag festgemacht. Der Neckar ist bis an den Rand mit einer braunen Brühe gefüllt. Das Wasser stürzt an den Wehren schäumend in die Tiefe. Die Schleusentore aber bleiben entlang des Flusses geöffnet, damit ein rascher Durchfluss erfolgen kann.

Überschwemmungen werden nicht gemeldet – und trotzdem ist die Schifffahrt auf dem Neckar eingestellt worden. Auch im Landkreis Ludwigsburg. „Sinkende Pegel könnten allerdings zu einer Freigabe der Schifffahrt für kleinere Schiffe möglicherweise im Laufe des Tages führen“, sagt Johanna Reek, die Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Baden-Württemberg, am Mittwoch. Derzeit würden die Flussabschnitte mit einem speziellen Gerät kontrolliert.

Bereits seit Montagnacht geht auf dem Neckar nichts mehr, weil der Wasserstand durch die starken Niederschläge innerhalb kurzer Zeit angestiegen ist. Der Pegel sei in Plochingen bei 2,50 Metern gelegen. Er müsse aber 1,60 Meter erreichen, um eine sichere Schifffahrt zu garantieren, sagte Reek weiter. Bei Hochwasser passen die Schiffe nicht unter die Brücken und auch die höhere Fließgeschwindigkeit stelle eine Gefahr dar.

Der Pegelstand entspricht nicht der vollen Wassertiefe. Bei einer Marke von 1,60 Meter misst die Wassertiefe laut Amt etwa 2,80 Meter. Am Pegel Neckargröningen wurden am Dienstag 5,80 Meter gemessen. Am Mittwoch waren es 2,10 Meter. Der Pegel Besigheim stand am Dienstag bei 4,30 Meter und ist bis Mittwochnachmittag ebenfalls auf 2,10 Meter gesunken.

Die Wasserstände sind nach Angaben des Amtes zwar zunächst zeitweise heruntergegangen, sie hätten aber nach den Gewittern erneut zugenommen. Im Stuttgarter Raum sei nicht mit einem Neustart für die Schifffahrt im Laufe des Donnerstags zu rechnen.

Trockenheit ist für den Neckar in der Regel kein Problem, weil er durch eine Reihe von Schleusen gestaut wird. So könne eine Wassertiefe von mindestens 2,80 Metern permanent garantiert werden, heißt es aus dem Schifffahrtsamt.

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