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Tragseil wird ausgetauscht

Schaden an der Konstruktion des Neckarstegs soll möglichst noch im Sommer behoben werden

Wichtige Verbindung zwischen Marbach und Benningen: der Neckarsteg.Foto: Holm Wolschendorf
Wichtige Verbindung zwischen Marbach und Benningen: der Neckarsteg. Foto: Holm Wolschendorf

marbach. Zum ersten Mal seit dem Bau des Neckarstegs 1950 muss eines seiner Tragseile ersetzt werden. Für die Gemeinden Marbach und Benningen, deren Gemarkungen der Steg verbindet, kein ganz billiges Vergnügen: Alles in allem werden für die Sanierung rund 93 000 Euro veranschlagt. Davon trägt Marbach 70 Prozent und damit 65 000 Euro, auf Benningen entfallen die restlichen 30 Prozent, die 28 000 Euro entsprechen. Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Marbacher Gemeinderats hat der Sanierung gestern einhellig zugestimmt. Verbunden damit ist der Auftrag an die Stadtverwaltung, die Arbeiten zu vergeben, sofern sie im genehmigten Kostenrahmen liegen.

Denn die Zeit drängt bei diesem Projekt, das nach Aussage von Bauamtsleiter Dieter Wanner nur in der warmen Jahreszeit über die Bühne gehen kann und in diesem Jahr abgehakt werden sollte. Vor allem die mit dem Austausch des Tragseils verbundenen Korrosionsschutzarbeiten sind witterungsabhängig.

Der Steg ist eine wichtige Verbindung für zahlreiche Schüler aus Benningen, die den Weg zu einer der weiterführenden Schulen in Marbach mit dem Rad zurücklegen. Der Steg spielt aber auch eine zentrale Rolle für Spaziergänger, Freizeitradler und die Nutzer des Neckartalradwegs, die an dieser Stelle den Fluss queren können beziehungsweise müssen. Nicht zuletzt unter diesem Aspekt gab es unter den Marbacher Stadträten keine Diskussion über die Notwendigkeit der anstehenden Reparaturen.

Vor zwölf Jahren stand die letzte größere Sanierung der Brücke an. Damals wurde der Überbau ausgetauscht, sprich die damals bestehenden Holzbohlen durch die jetzige Stahlkonstruktion ersetzt. Bei den Pylonen und Stahlseilen wurden laut Dieter Wanner aber lediglich Ausbesserungsarbeiten vorgenommen.

Bei der jüngsten Brückenuntersuchung vor einem Jahr wurden die Seile auch auf Drahtbruch untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass ein Seil in Richtung Benningen einen sogenannten Tragkraftverlust von zehn Prozent aufweist und deshalb ausgewechselt werden muss. Bei den anderen Seilen genüge es, den Korrosionsschutz zu erneuern. In sechs Jahren steht dann die nächste Seilprüfung an.

Das neue Seil kostet rund 12 000 Euro, die bisherigen Untersuchungen schlagen nach Angaben Wanners mit rund 10 000 Euro zu Buche. Mit der Neubeschichtung und den Honoraren für die Fachfirmen summiert sich die Sanierung auf 93 000 Euro.

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